G-7-Gipfel: Merkel fordert Hilfen für Fabrik-Arbeiter in Bangladesch

G-7-Gipfel: Merkel fordert Hilfen für Fabrik-Arbeiter in Bangladesch
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Verständnis für junge Kritiker des G-7-Gipfels geäußert, der in knapp vier Wochen auf Schloss Elmau in Oberbayern stattfindet.

Wer skeptisch auf die Globalisierung schaue, sollte immer wieder den Finger in die Wunde legen und sagen, was noch nicht geschafft sei, erklärte Merkel in ihrem am Samstag verbreiteten wöchentlichen Video-Podcast. "Aber zu meinen, wir könnten die Globalisierung, die Verflechtung der verschiedenen Wirtschaften aufhalten - das wird nicht klappen", sagte die Kanzlerin.

Merkel warb dafür, die Globalisierung fair und gerecht zu gestalten. Sie nannte als Beispiel bessere Bedingungen bei der Herstellung von T-Shirts in Asien, bat aber auch um Geduld für Überzeugungsarbeit bei anderen Regierungen. "Wir können erst einmal die Dinge auf den Tisch legen", betonte Merkel. "Und ich finde, dass es schon ein sehr unschöner, fast skandalöser Zustand ist, dass die versprochenen Hilfen für die Opfer der Katastrophe in Bangladesch - Rana Plaza - noch nicht geflossen sind", fügte sie mit Blick auf den Einsturz des Fabrikhochhauses vor zwei Jahren mit mehr als 1.200 Toten hinzu.

Die Bundesregierung hat das Thema Unternehmensverantwortung in globalen Lieferketten auf das Thema des G-7-Gipfels gesetzt, zu dem am 7. und 8. Juni die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen zusammenkommen. "Dass es jungen Menschen da manchmal zu langsam geht, das kann ich auch gut verstehen", sagte Merkel, die am Montag mit Teilnehmern eines G-7-Jugendgipfels in Berlin zusammentrifft. Die Gruppe der G-7-Staaten besteht aus den USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien.

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