Misereor fordert zum "Maßhalten" auf

Misereor fordert zum "Maßhalten" auf
Der Hauptgeschäftsführer des katholischen Hilfswerks Misereor, Pirmin Spiegel, fordert die Menschen in westlichen Staaten zur Änderung ihres Lebensstils auf. Nur durch ein "Maßhalten" in Industriestaaten könnten die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern beherrschbar bleiben, sagte Spiegel am Freitag in Osnabrück bei der Vorstellung der 57. Fastenaktion des Hilfswerks. Sie steht unter dem Motto "Neu denken! Veränderung wagen."

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sagte, die Aktion rücke beispielhaft das Schicksal der Menschen auf den Philippinen in den Blickpunkt, die unter Wetterextremen wie dem Taifun Hayan im November 2013 zu leiden hätten. Die Wetterextreme mit immer

katastrophaleren Auswirkungen seien Folge des Klimawandels, den die Industriestaaten zu verantworten hätten. Die Fastenaktion solle das strikt auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftssystem der Staaten infrage stellen. "Ein deutlicher und rascher Kurswechsel ist nötig", sagte Bode. Der Bischof wird am Sonntag im Osnabrücker Dom die diesjährige Misereor-Fastenaktion für alle Diözesen bundesweit eröffnen. Den Eröffnungsgottesdienst überträgt die ARD live ab 10 Uhr im Ersten.

Das 1958 von der Deutschen Bischofskonferenz gegründete Hilfswerk Misereor fördert nach eigenen Angaben rund 3.500 Projekte in fast 100 Ländern. Im vergangenen Jahr erbrachte die Fastenkollekte mehr als 16 Millionen Euro, mit denen vor allem Entwicklungsprojekte in Uganda gefördert wurden.

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