Bremer Menschenrechtspreis für Traumatherapeutin aus Ruanda

Bremer Menschenrechtspreis für Traumatherapeutin aus Ruanda
Die Traumatherapeutin Esther Mujawayo-Keiner (56) aus Ruanda bekommt den 14. Bremer Solidaritätspreis.

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung werde ihr für ihre Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen aus aller Welt verliehen, teilte der Bremer Senat am Donnerstag mit. Mujawayo-Keiner ist Mitbegründerin der Organisation Avega, der Vereinigung der Witwen des Völkermordes von 1994, die sich unter anderem um die gesundheitliche Versorgung und Rehabilitation der Witwen des Genozids in Ruanda kümmert. In Düsseldorf arbeitet sie am Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge.


Mit dem diesjährigen Solidaritätspreis solle vor allem das Engagement für Minderheiten ausgezeichnet werden, die von Vertreibung bedroht oder auf der Flucht seien, hieß es. Vor dem Hintergrund der weltweiten Krisen und wachsender Flüchtlingsbewegungen gewinne der Umgang mit massiven psychischen Belastungen an Bedeutung. Der Preis soll am 9. März im Bremer Rathaus übergeben werden.

Die Therapeutin, Soziologin und Autorin Mujawayo-Keiner engagiert sich in verschiedenen ruandischen Frauenorganisationen. Sie war von 1990 bis 1996 stellvertretende Landesrepräsentantin von Oxfam für Ruanda, Burundi und den Ostkongo.

Öffentliche Preisverleihung am 9. März um 18 Uhr im Bremer Rathaus.

Meldungen

Top Meldung
Wegen der Corona-Pandemie wurde der kirchliche Aktionstag gegen Atomwaffen in Büchel ins Internet verlegt. Die stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende Kurschus und der Mainzer Bischof Kohlgraf stellten sich an die Seite kirchlicher Friedensgruppen.