Berlins Innensenator warnt vor Erstarken der rechtsextremen Szene

Berlins Innensenator warnt vor Erstarken der rechtsextremen Szene
Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) zeigt sich besorgt über Demonstrationen gegen neue Flüchtlingsheime und Containerdörfer für Asylbewerber in der Hauptstadt.

"Der rechtsextremen Szene ist es zum ersten Mal seit langer Zeit gelungen, in nennenswertem Umfang Menschen über ihr eigenes Potenzial hinaus zu mobilisieren", sagte Henkel der "Berliner Morgenpost" (Freitagsausgabe). "Es ist unsere Verpflichtung, dass wir Flüchtlinge, die zu uns kommen, unterbringen", mahnte er.

Um die geplanten Standorte für Containerdörfer komme man dabei nicht herum. "Ich wünsche mir sehr, dass die Flüchtlinge bei uns von allen willkommen geheißen werden. Aber das kann ich nicht verordnen. Darum müssen wir werben", sagte der CDU-Landeschef. "Wir müssen aufpassen, dass wir die Anwohner mit ihren Sorgen und ihrem berechtigten Informationsbedürfnis nicht den rechten Rattenfängern in die Arme treiben."

Die Berliner Senatssozialverwaltung plant sechs Wohncontainerdörfer für Flüchtlinge mit insgesamt 2.400 Plätzen. Die erste Unterkunft mit 400 Plätzen in Köpenick wurde bereits eröffnet und wird dieser Tage bezogen, die übrigen sollen im Frühjahr errichtet werden. Mit Stand 18. Dezember 2014 lebten nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales rund 12.700 Flüchtlinge in 53 Heimen.

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