Pfarrer droht Gefängnis wegen Falschparkens

Strafzettel am Scheibenwischer

Foto: dpa/Stefan Sauer

Pfarrer droht Gefängnis wegen Falschparkens
Weil er einen Strafzettel wegen Falschparkens nicht zahlen will, droht einem Pfarrer aus Lechbruck im Allgäu jetzt das Gefängnis.

Der evangelische Pfarrer im Ruhestand hatte in der Füssener Innenstadt geparkt und von der Verkehrsüberwachung einen Strafzettel über 15 Euro erhalten. "Wo ich geparkt habe, stand aber zu dem Zeitpunkt kein Verbotsschild", sagte Pfarrer Horst Drosihn am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Ich zahle deshalb auch nicht."

Der zu zahlende Betrag sei inklusive Mahngebühren mittlerweile auf 73 Euro angewachsen. Er habe bereits ein Schreiben des Gerichtsvollziehers erhalten, der das Geld am 16. Dezember eintreiben wolle. "Wenn ich nicht zahle, droht man mir mit Beugehaft", sagte der 77-Jährige, der die Strafe auch antreten will: "Ich gehe ins Gefängnis, wenn es sein muss."

Nach Auskunft des Pfarrers habe er den Strafzettel unmittelbar, nachdem er ihn erhalten habe, bei der Verkehrsüberwachung moniert. Man habe ihm dann angeboten, die Strafe auf zehn Euro zu reduzieren. "Aber ich werde doch da nicht das Handeln anfangen", meinte Drosihn. Nachgeben will der Pfarrer nicht: "Als Pfarrer sehe ich es als meine Aufgabe an, auf solche Dinge hinzuweisen, damit sie anderen nicht auch passieren."

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