Ministerpräsident fordert bessere Bezahlung in der Pflege

Heilerziehungsberufe

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Ministerpräsident fordert bessere Bezahlung in der Pflege
Der Fachkräftemangel in der Pfege sei eine große politische Herausforderung, sagte Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD). Um die Jobs attraktiver zu machen, brauche es "anständige" Tarifverträge.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich für eine bessere Bezahlung für Pflegerinnen und Pfleger älterer Menschen eingesetzt. «Es muss zum selbstverständlichen Anspruch unserer Gesellschaft gehören, dass die ältesten Menschen einen würdigen Lebensabend haben», sagte er am Mittwoch vor der Synode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Dazu sei es dringend nötig, zu allgemeinverbindlichen und «anständigen» Tarifverträgen für das Pflegepersonal zu kommen.

In Deutschland werde die Zahl der älteren Menschen die der jüngeren bald übersteigen, sagte der Regierungschef vor dem Kirchenparlament mit Blick auf die steigende Lebenserwartung. Der Fachkräftemangel in der Pflege sei bereits derzeit eine der größten politischen Herausforderungen: «Wie erklären wir denn jungen Menschen, dass sie nicht in einer Bank arbeiten sollen mit Fünf-Tage-Woche, guter Bezahlung und gesellschaftlichem Ansehen, sondern in der Pflege mit Wochenend-Diensten?», fragte der Ministerpräsident.

Die hannoversche Landeskirche ist mit 2,7 Millionen Mitgliedern die größte evangelische Landeskirche in Deutschland. Die Synode tagt noch bis zum Freitag in der hannoverschen Henriettenstiftung.

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