Baden-Württemberg eröffnet neue Flüchtlingsaufnahmestelle

Baden-Württemberg eröffnet neue Flüchtlingsaufnahmestelle
Baden-Württemberg hat am Dienstag in Meßstetten im Zollernalbkreis eine neue Flüchtlingsaufnahmestelle offiziell eröffnet.

Die Erstaufnahmeeinrichtung soll im Normalbetrieb 500 Flüchtlingen Platz bieten, kann in Notfällen aber bis zu 1.000 aufnehmen. Derzeit sind 250 Menschen dort untergebracht. Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, sagte, bei der Einrichtung in einer ehemaligen Kaserne handele es sich um ein bundesweites Leuchtturmprojekt. In seiner vierjährigen Amtszeit habe er noch nie eine so schnelle Umsetzung bei so starker Beteiligung vom Land bis hin zu Ehrenamtlichen vor Ort gesehen.

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Landesintegrationsministerin Bilkay Öney (SPD) sagte, es sei ein Rekord, dass zwischen einer Bürgerversammlung und der Aufnahme der ersten Flüchtlinge nur zweieinhalb Monate vergangen seien. Sie nannte die Einwohner Meßstettens "Mutbürger", ohne die das ganze Projekt nicht zustande gekommen wäre.

Da der Trend zu höheren Flüchtlingszahlen anhalte, müsse das Land seine Aufnahmekapazitäten noch stärker ausbauen, sagte Öney. So könne eine Aufnahmestelle in Ellwangen möglicherweise schon im Mai eröffnet werden. In Baden-Württemberg sind in den ersten zehn Monaten des Jahres bereits 19.000 Flüchtlinge angekommen.