Kambodscha erhöht den Mindestlohn in der Textilindustrie

Textilindustrie Kambodscha

Foto: dpa/Arjay Stevens

Kambodschanische Näherinnen in einer Textilfabrik am Rande Phnom Penhs.

Kambodscha erhöht den Mindestlohn in der Textilindustrie
In Kambodscha erhalten die Beschäftigten in der Textilindustrie einen höheren Mindestlohn.

Das Minimum beträgt künftig 128 US-Dollar (102 Euro) im Monat, wie die Zeitung "Phnom Penh Post" am Mittwoch unter Berufung auf das Arbeitsministerium berichtete. Die Gewerkschaften hatten vor Monaten bis zu 177 Dollar verlangt, dann aber ihre Forderung auf 140 Dollar (112 Euro) heruntergeschraubt. Die Lohnerhöhung tritt im Januar 2015 in Kraft.


Ein Gewerkschaftsvertreter erklärte allerdings, dass man mit dem Beschluss nicht zufrieden sei. Ob es neue Streiks geben wird, stand zunächst nicht fest. Der Lohnerhöhung waren Massenproteste vorausgegangen. Anfang Januar waren bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und der Militärpolizei mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Bis zu 650.000 Menschen arbeiten in Kambodscha in der Textilbranche, die vor allem internationale Modemarken beliefert. Die meisten Beschäftigten sind junge Frauen. Die Bekleidungsindustrie gilt als wichtigster Exportzweig des südostasiatischen Landes. Allein 2013 exportierte der Sektor Textilien im Wert von 5,5 Milliarden Dollar, was 80 Prozent der Gesamtexporte entsprach.

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