Favoriten für "Unwort des Jahres" benannt

Favoriten für "Unwort des Jahres" benannt
Die alljährliche Wahl soll für unangemessene Formen des öffentlichen Sprachgebrauchs sensibilisieren. Im vergangenen Jahr wurde "Sozialtourismus" zum Unwort 2013 gekürt. Politiker verwendeten den Begriff im Zusammenhang mit Zuwanderung aus Osteuropa.

Zu den häufigen Vorschlägen für das Unwort des Jahres 2014 gehören "steuerehrlich", "Putin-Versteher", "Sterbehilfe-Tourismus", "Social-Freezing", "Armutszuwanderung" und "Islam-Rabatt". Bisher seien mehr als 500 Einsendungen mit rund 370 verschiedenen Vorschlägen bei der Jury eingegangen, sagte die Vorsitzende, die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich, am Dienstag in Darmstadt. Bis Jahresende können Bürger über die E-Mailadresse " " weitere Vorschläge an die Jury schicken.

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Die sprachkritische Aktion wurde 1991 von dem Frankfurter Germanistikprofessor Horst Dieter Schlosser initiiert. Schlosser war bis 2010 Vorsitzender und Sprecher der ehrenamtlichen Jury. Seit 2011 ist Nina Janich von der Technischen Universität Darmstadt Sprecherin.

Die Aktion soll auf unangemessene Formen des öffentlichen Sprachgebrauchs aufmerksam machen und dadurch Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Das Unwort des Jahres 2013 war "Sozialtourismus", das Politiker im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus Osteuropa verwendeten.