Nigeria: Boko Haram will offenbar Schülerinnen freilassen

Nigeria: Boko Haram will offenbar Schülerinnen freilassen
Die islamistische Boko-Haram-Miliz hat sich offenbar zur Freilassung von mehr als 200 entführten Schülerinnen und zu einer Waffenruhe bereiterklärt.

Nigerias Armee und Vertreter der Kämpfer hätten sich darauf geeinigt, berichtete der US-Auslandssender Voice of America am Freitag. Alle Militäreinheiten hätten die Anweisung erhalten, eine Feuerpause mit Boko Haram einzuhalten. Die Islamisten hatten im April mehr als 240 Mädchen aus einem Internat im Norden Nigerias verschleppt. Von mehr als 200 von ihnen fehlte bislang jede Spur.

Ein Vertreter der Islamisten bestätigte dem Sender Voice of America, die Miliz habe der Regierung ein Ende der Gewalt zugesagt. Soldaten der nigerianischen Armee haben im Norden des Landes zuletzt gegen die Terror-Miliz gekämpft. Auch ihnen werden schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan stand zunehmend unter Druck, weil die Mädchen bereits seit einem halben Jahr in der Gewalt der Islamisten sind.

Boko Haram versteht sich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida und will im Norden Nigerias einen Gottesstaat errichten. Seit 2009 überfällt die Miliz immer wieder Dörfer und verübt Anschläge. Nach Angaben von Human Rights Watch töteten Boko-Haram-Kämpfer bislang etwa 2.000 Menschen in diesem Jahr.

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