Das Friedenslicht aus Bethlehem ist in Deutschland angekommen

Das Friedenslicht aus Bethlehem ist in Deutschland angekommen
Pfadfinder aus 19 Ländern haben in Wien das Friedenslicht aus Bethlehem in Empfang genommen und tragen es nun in alle Welt. Beim Aussendegottesdienst nahmen die Delegationen das Licht vom 10-jährigen "Friedenslichtkind" Stefan Ivatovic in Empfang, der die Kerze in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündete.

Unter dem Motto "Licht bringt Frieden!" entzündete der Österreichische Rundfunk (ORF) ein Kerzenlicht in der Geburtsgrotte zu Bethlehem, das Friedenslicht, und bringt es mit dem Flugzeug nach Europa. Das Licht ist ein Friedensgruß und wird seit 1986 jedes Jahr entzündet. Es steht für den Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben und bringt nicht nur bei der Aussendung, sondern auch durch seine ununterbrochene Kette die Menschen der Erde enger zusammen.

Inzwischen tragen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Licht in alle Welt, in einer ununterbrochenen Kette, ohne dass die Flamme erlischt. Aus Argentinien und den USA und aus vielen europäischen Ländern von den Niederlanden bis zur Ukraine waren Vertreter zum Gottesdienst nach Wien gekommen, um ihr Friedenslicht an der Flamme aus Bethlehem anzuzünden.

"Wir sind die Lichtbringer, wenn wir an Jesus glauben"

Mit dem Zug brachten auch deutsche Pfadfinder und Pfadfinderinnen aller drei großen Pfadfinderverbände, darunter auch der evangelische Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), über Nacht das Licht nach Deutschland. Mitarbeiter der Bahnhofsmission am Münchener Hauptbahnhof waren die ersten, die das Licht empfingen. Der Rest der Republik nahm das Licht an der Bahnstrecke und in Aussendegottesdiensten in Empfang. Von Kiel bis München, von Köln bis Dresden waren die Lichtträger unterwegs, um das Friedenslicht nach und nach in die Kirchen und Gemeinden zu bringen. Auch Politiker und Kirchenlenker werden das Friedenslicht an verschiedenen Stellen erhalten.

In dem ökumenischen Gottesdienst in Wien mit katholischer, evangelischer, anglikanischer und armenisch-apostolischer Beteiligung mahnte der katholische Weihbischof Stephan Turnovszky, dass (zumindest in Österreich) viele Menschen gar nicht mehr wissen, dass Christen zu Weihnachten die Geburt von Jesus Christus feiern. "Wir brauchen Licht zum Leben. Die Geburt Jesu ist ein solches Licht", sagte Turnovszky. Zur Lesung von Matthäus 5, 14-16 erinnerte er an die spirituelle Bedeutung des Friedenslichtes: "Wir sind die Lichtbringer, wenn wir an Jesus glauben."

In Österreich wird das Friedenslicht erst am 24. Dezember im ganzen Land verteilt. In Deutschland brennt es bis dahin schon in vielen Kirchen und Häusern und erinnert an die Geburt Jesu und den christlichen Auftrag an jeden einzelnen, Frieden in der Welt zu suchen und zu schaffen.

evangelisch.de/han

Wie ist es bei euch? Ist in eurer Gemeinde ein Friedenslicht-Gottesdienst gewesen oder noch geplant? Habt ihr ein Licht bekommen? Schreibt uns in die Kommentare, wie eure Erfahrung mit dem Friedenslicht ist oder war!