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Glaube und Theologie
Sehr geehrter Pfarrer Muchlinsky,
schon vor einigen Monaten habe ich die Frage gestellt, sie fand wohl keinen Eingang in das „fragen-Forum“. Daher stelle ich sie noch einmal. Ich würde gerne wissen, ob Jesus der leibhaftige Sohn Gottes ist, also von Gott mit Maria (geistig) „gezeugt“ wurde (natürlich nicht wie bei Zeus und Europa: Es ist mir schon klar, dass hier eine Art sublimierterer Vereinigung gemeint ist).
Ist Jesus Sohn Gottes oder ist er ein Mensch, der eine besondere Gottesbeziehung hatte, weswegen er sich als Gottes Sohn verstand - so etwa wie wir uns als Gottes Kinder verstehen können?
Für mich ist die Frage wirklich sehr wichtig, denn sie entscheidet letztlich darüber, ob wir Jesus als letzbegründenden „Gewährsmann“ oder als einen in der Reihe von vielen möglichen Propheten auf unserer Suche nach dem Messias wahrnehmen müssen.
Und was heißt in diesem Zusammenhang: Gott ist in Jesus Mensch geworden. Wird er in uns, in unserem gläubigen Mitmenschen ebenso Mensch? Gibt es hier eine Art „Qualitätsunterschied“? Könnten wir also gleichsam auch Christus sein (ich hoffe, hier nicht blasphemisch zu klingen) oder unterscheidet uns eine unhintergehbare Barriere?
Was bedeutet das für das Abendmahl (ich bin lutheranisch groß geworden)? Wenn Christus Prophet unter vielen ist, und nicht Sohn Gottes, warum ist das Abendmahl dann von besonderer Güte?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort.
Herzliche Grüße
Markus
Gott ist schon immer in meinem Leben. Manchmal stärker, manchmal weniger stark. Aber ich habe immer geglaubt. Ich gehe jedes Jahr in den Sommerferien auf eine christliche Freizeit. Dieses Jahr auch auch wieder. Ich hab mich total gefreut wieder hin zugehen, wollte eine coole Zeit mit Gott und den andern erleben. Aber in einer der ersten Predigten erzählte ein Mitarbeiter aus seinem Leben mit Gott und wie er zu ihm gefunden hat. Er hat nicht an Gott geglaubt doch ein Klassenkamerad hat ihn überzeugt. Er dachte sich wenn er an Gott glaubt dann richtig. Ganz oder gar nicht. Ich selber hab mir die Frage gestellt Ganz oder gar nicht? Ich wollte nicht nur rin halbes Kind Gottes sein. Aber dann innerhalb von Sekunden als er die Worte Ganz oder gar nicht gesagt hatte, wusste ich, ich kann nicht ganz, Ich will nicht ganz. Den Rest der Freizeit hab ich kein einziges Gebet mehr gesprochen und die Predigten so gut es ging vermieden. Manchmal hab ich es nochmal versucht Gott zu vertrauen und an ihn zu glauben. Aber jedes Mal hab ich mir vorgestellt dass ich mich in eine Decke Einhüll durch die Gott nicht durch kommt. Ich wollte ihn nicht. Am Letzten Abend hab ich dann alles einer meiner Mitarbeiterinnnen Erzählt was mir echt nicht leicht gefallen ist. Sie meinte es wäre Nicht meine Schuld bzw. Fehler und dass ich Gott bitten soll, dass er Er mir hilft, mir hilft ihm zu vertrauen. Also hab ich meinen ganzen Mut genommen hab an dem Abend lange gebetet und bin in den Lobpreis und wollte mich Gott voll hingeben. Ich hab an dem Abend Viel geweint, einerseits wollte ich zu Gott aber andererseits war da Diese Mauer durch die ich nicht durch kam. Jetzt sind zwei Monate Vergangen und ich bin immer noch nicht weiter. Ich hab mit niemandem Mehr darüber gesprochen, aber mein Glaube ist nicht mehr da. Ich Hatte schon öfter Zweifel, ich glaube die hat jeder mal. Aber sowas Hat ich noch nie. Ich lebe zurzeit ein Leben ohne Gott. Klappt eigentlich. Wenn da nicht dieses Gefühl wäre das mich nicht loslässt. Ich will es Nicht mehr haben aber ich kann nicht anders. Ich hab ein schlechtes
Gewissen weiß dass es nicht richtig ist. Aber glauben kann ich auch nicht.
Hallo!
Zunächst möchte ich mich erklären: Ich bin in einem gläubigen, christlichen, evangelischen Elternhaus aufgewachsen und war auch als Jugendlicher in einer Gemeinde aktiv. Mit dem Beruf und anderer Interessenlagen habe ich den Anschluss aber verloren. Da ich jedoch tief in mir weiß, dass die einzige Lösung aller Fragen und Probleme in Jesus Christus liegt, möchte ich gerne wieder zurück finden. Der Kern der guten Nachricht ist bei mir ankekommen. Die Theologie und die evanglikale Botschaft habe ich verinnerlicht. Es gibt jedoch eine elementare Frage, die das ganze Gerüst der christlich-gläubigen Denkweise ins Wanken bringt:
WARUM erschafft Gott die Menschen mit seinem allwissenden Voraussehen? Dass Gott die Menschen liebt, ist mir klar, sonst hätte er in Voraussicht nicht sogar seinen Sohn für unsere Sünden geopfert und ihn diese Qualen erleiden lassen. Dasss Gott nicht das Böse will, verstehe ich auch. Aber warum wählte er den Weg für neue Wesen die Menschen? Warum schuf er uns nicht engelsgleich ohne Sünde, wenn er Gesellschaft wollte? Warum erschuf er Wesen, die sich in seiner Voraussicht erst abwendeten, um sich dann individuell wieder für ihn zu entscheiden? Mir ist die überspannende Theologie klar, aber nicht der Grund für unser Dasein von Gott aus. Was soll die Entscheidung hier auf Erden für ihn, oftmals durch viel Trübsal? Warum gibt es uns als Menschen? Soviel Aufhebens, nur weil Gott Gesellschaft im Himmel will? Ich muss gestehen, so gerne ich "auf der Spur" mit Gott bleiben will, das "Modell" Erde und Mensch ist für mich derzeit sehr schwer zu verstehen. Gott ist das Gute. Doch er hat gewußt, welches Leid NACH der Erschaffung des Welt-Mensch Konstrukts entsteht. Er geht sogar so weit, seinen Sohn zu ofpern. Warum? Warum erschuf er uns nicht als Engelwesen ohne Sünde, warum dieser Weg? Nur mit Liebe läßt sich das ja auch nicht argumentieren. In der Erschaffung liegt ja der Knackpunkt. Warum erschuf Gott Menschen überhaupt? Gott an sich wird doch nicht langweilig sein?
Ehe ich jetzt einen Roman beginne, schließe ich besser. Vielleicht können Sie mir auf die Sprünge helfen, warum Gott uns Menschen überhaupt geschaffen hat.
Danke für Ihren Internetauftritt.
Viele Grüße,
Andreas Schwedt.