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Glaube und Theologie
Hallo Herr Muchlinsky,
ich habe Ihre Aussage nicht ganz verstanden, dass man durch die Taufe Christ wird. Was sagen sie zu den folgenden Situationen, mit denen ich konfrontiert bin.
Ich habe einen sehr guten Freund, der nicht als Kind getauft wurde, aber sehr gläubig ist und bald taufen lassen will. Ist er kein Christ?
Der Verbrecher, der neben Jesus am Kreuz hing und dem zugesagt wurde, er wäre noch heute im Paradies. Er war nicht getauft - war er kein Christ?
Ich habe zwei Freunde, die als Kind getauft wurden, sich heute als Moslem verstehen. Sind sie Christen?
Ein landeskirchliches Paar bekommt ein Kind, das Kind wird getauft. Ein baptistisches Paar bekommt ein Kind, es wird gesegnet. Ist erstes Christ, das zweite nicht?
Wenn ein Kind getauft wird und dadurch "Christ" wird. Was verändert sich dadurch. Ist es mehr von Gott geliebt, mehr von Gott angenommen, ist es mehr gerettet?
Vielen Dank für Ihre Antworten!
Heiko Lachmann
Vielen Dank für Ihre Antworten.
Hallo Herr Muchlinsky,
zu Beginn des Lutherjahres "500 Jahre Reformation 2017" habe ich zum ersten Mal etwas von "Die Freiheit eines Christenmenschen" gehört. Was ist das für eine Freiheit von der da die Rede ist, habe ich mich gefragt. Ist Christen eine Freiheit beschert, die nicht allen Menschen zuteil wird?
Inzwischen habe ich durch Recherchen im Internet herausgefunden, dass es sich bei "Die Freiheit eines Christenmenschen" um ein Schriftstück handelt, das Martin Luther 1520 verfasst hat. Auch das Schriftstück selbst habe ich im Internet ausfindig machen können. Ein langer Text in 30 Thesen unterteilt.
Das gesamte Schriftstück habe ich nun schon mehrmals durchgelesen, aber so richtig verstanden habe ich es nicht. Es ist für mein Empfinden sehr kompliziert geschrieben.
Können Sie einem theologischen Laien, wie ich es bin, erklären, was Martin Luther mit seiner Schrift "Die Freiheit eines Christenmenschen" zum Ausdruck bringen will?
Ich bin gespannt auf dass, was ich in Ihrer Antwort auf meine Frage zu lesen bekomme und freue mich schon sehr darauf.
Susanne