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Verworrene und verschlungene Wege zur Erkenntnis

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Verworrene und verschlungene Wege zur Erkenntnis
Christliche Labyrinthe

"Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen" - so lautet das Motto der Fastenaktion 2019 der Evangelischen Kirche. Das Motto der ersten Fastenwoche: "Die Wahrheit suchen". Keine leichte Aufgabe, denn kleine Schummeleien scheinen unumgänglich in unserem Alltag. Wir alle kennen sie nur zu gut, die berüchtigte Notlüge, die unser Leben vermeintlich einfacher macht: Weil das eigene Schuldeingeständnis gerade zu schwer fällt, zum Schutz der Gefühle eines geliebten Menschen, als Versteck vor dem Unangenehmen. Die Flucht in Unwahrheit ist schnell geschehen und die Wahrheit gerät in Vergessenheit. Wie oft wird dann die Sehnsucht groß, nach Hilfe von Gott: "Herr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige. Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich." (Ps 25, 4-5) Diese Bitte formuliert die Bibelstelle zum Motto der ersten Fastenwoche. Doch was ist die Wahrheit? Und wie könnnen wir diese erkennen? Schon Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6). Wie ist es möglich, seinem Weg und seinen Spuren zu folgen? Die Frage nach Wahrheit begleitet die Menschheit seit Anbeginn. Verworren und verschlungen gestaltet sich der Weg zur Erkenntnis. Bereits die ersten Christen verliehen mit der Darstellung von Labyrinthen dieser symbolischen Reise ihren Ausdruck. Noch heute findet man diese kulturellen Schätze als Holzschnitte, in Felsblöcken, Kirchen oder Klostergärten. Wandelnd in verschlungenen Wegen der Labyrinthe ist man eingeladen, zur eigenen Mitte zu finden, neue Wahrheiten zu entdecken und zuzulassen.

Mehr dazu: Das Labyrinth als Symbol für den Lebensweg des Menschen

Stephanie Faugel