Der Denkmal-Retter

Dieter Georg kratzt mit einer Wurzelbürste groben Dreck vom Grabmal-Relief..

© Sandra Schildwächter

Unzählige Male musste Dieter Georg mit der Wurzelbürste schrubben, bis der Grabstein frei von Moosen, Pilzen und Vogelkot war. Jahrzehnte hatte sich niemand um das Grab des 1914 ledig verstorbenen Berthold Schuster gekümmert. Bis Georg den Verfall der denkmalgeschützten Grabstätte auf dem <a href="https://friedhof-frankfurt.de/grabstaetten/grabpatenschaften/">Frankfurter Hauptfriedhof</a> nicht mehr hinnehmen wollte: 2002 schloss der damals 62-Jährige die Patenschaft für das Grab des Bankiers ab. Georg reinigte und sanierte es auf eigene Kosten - in dem Wissen, dass er und seine Ehefrau dort selbst einmal ihre Ruhestätte finden werden. Denn wer Grabpate wird, übernimmt nicht nur die Pflege, sondern erhält auch das Recht, die Ruhestätte nach dem Tod kostenlos zu nutzen. Mit dem vorhandenen Grabstein und dessen Inschrift muss sich der Pate allerdings arrangieren: Der bleibt. An den verstorbenen Grabpaten erinnert in der Regel eine auf dem Beet liegende Namenstafel.

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Mit der Wurzelbürste Gräber retten

Unzählige Male musste Dieter Georg mit der Wurzelbürste schrubben, bis der Grabstein frei von Moosen, Pilzen und Vogelkot war. Jahrzehnte hatte sich niemand um das Grab des 1914 ledig verstorbenen Berthold Schuster gekümmert. Bis Georg den Verfall der denkmalgeschützten Grabstätte auf dem Frankfurter Hauptfriedhof nicht mehr hinnehmen wollte: 2002 schloss der damals 62-Jährige die Patenschaft für das Grab des Bankiers ab. Georg reinigte und sanierte es auf eigene Kosten – in dem Wissen, dass er und seine Ehefrau dort selbst einmal ihre Ruhestätte finden werden. Denn wer Grabpate wird, übernimmt nicht nur die Pflege, sondern erhält auch das Recht, die Ruhestätte nach dem Tod kostenlos zu nutzen. Mit dem vorhandenen Grabstein und dessen Inschrift muss sich der Pate allerdings arrangieren: Der bleibt. An den verstorbenen Grabpaten erinnert in der Regel eine auf dem Beet liegende Namenstafel.

Patricia Averesch
Sandra Schildwächter

Tod und Trauer

Tod und Trauer

© Kzenon - stock.adobe.com

Es braucht Zeit, sich daran zu gewöhnen, es braucht andere Menschen, mit denen man zusammen traurig sein kann. Es braucht eine Bestattung, ein Ritual, in dem wir uns verabschieden können und in dem wir unsere Toten nun Gott anvertrauen. Wir haben Informationen bereitgestellt, die helfen können, die Zeit rund um die Beerdigung und die Trauer zu bestehen.

Der Denkmal-Retter
Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof gibt es tausend denkmalgeschützte Gräber. Weil die Stadt die Instandhaltung nicht finanzieren kann, zerfallen viele. Dieter Georg (78) will dies verhindern - und pflegt als Pate zwölf Gräber. Auf einem wird auch er einst seine Ruhestätte finden.