Fatemeh Bahrami / Anadolu / picture alliance
Krieg im Nahen und Mittleren Osten
Ist der Angriff auf den Iran ein gerechter Krieg?
"Krieg soll nach Gottes Wille nicht sein." Der Satz, der 1948 von der Gründungsversammlung des Weltkirchenrats in Amsterdam ausging, drückt das Erschrecken über zwei Weltkriege aus, das die Delegierten aus vielen Kirchen verband. Seine eindringliche Kraft hat er bis heute nicht verloren. Trotzdem macht er die Diskussionen nicht überflüssig, die auch unter Christinnen und Christen geführt werden, wenn es um konkrete militärische Gewalt geht. Die neue Friedensdenkschrift der EKD und die Debatten darüber zeigen das deutlich.
Auch angesichts der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten gibt es Klärungsbedarf. Das Erschrecken darüber teilen viele. In Gesprächen der vergangenen Tage haben Menschen ihre innere Zerrissenheit im Blick auf die Ereignisse beschrieben – eine Zerrissenheit, die ich selbst empfinde.

