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Wirtschaft und Arbeit
Hallo,
es ist traurig aber wahr, als Erzieherin habe ich in meiner Religion keine Chance auf eine Arbeitsstelle. Ich gehöre der Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker) an, aber die Mehrzahl der Stellenangebote für Erzieher und Kinderpflegerinnen sind von Kindergärten, die von der Diakonie oder Caritas betrieben werden. Als Stellenanforderung wird verlangt, dass man einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen angehört. Wir als Quäker sind jedoch nur Beobachter, keine Mitglieder des ACK.
Jetzt würde mich erstmal interessieren, ob es überhaupt Sinn macht, mich in evangelischen Kindergärten und Krippen zu bewerben. Und ehrlich gesagt, überlege ich ernsthaft in die Evangelische Kirche einzutreten, damit ich mehr Chancen auf einen Job habe. Trotzdem, und das gebe ich ehrlich zu, würde ich weiterhin zu den Zusammenkünften der Freunde gehen, denn im Herzen würde ich natürlich meiner Gemeinde treu bleiben. Ja ich weiß, das ist vielleicht heuchlerisch und unehrlich, aber wenn die Alternative arbeitslos und Harz IV heißt, geht es in erster Linie um meine Existenz, ob ich meine Miete zahlen kann und genug Lebensmittel auf den Tisch bekomme.
Ich frage mich nun, wie es wohl bei den evangelischen Einrichtungen ankommt, wenn ich bei einem Vorstellungsgespräch in Aussicht stelle, in die evangelische Kirche zu wechseln, sollte ich die Arbeitsstelle bekommen. Oder ist es besser schon vorab zu wechseln? Ich bin wirklich unschlüssig.
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