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Bibel
Lieber Herr Muchlinsky,
1. wie kann Gott ein Gott aller Menschen sein, wenn er sich von Beginn an nur einer kleinen Gruppe Menschen in einem einzelnen Gebiet der Erde offenbart hat und das auch nur Stück für Stück? Was ist mit der Heilsmöglichkeit anderer Menschen, die nichts von JHWH wussten und andere Götter anbeteten? Wieso sollte Gott das billigen, wenn er die Möglichkeit hatte, sich ihnen auch zu offenbaren? anschließend daran
2. Zur Zeit des ATs gab es auf der ganzen Welt Religionen und Götter, was macht uns so gewiss, dass dieser eine der richtige ist und der aller anderen der falsche? Gerade im Spiegel der neueren Theologie und Geschichtsforschung, die keinen Nachweis der Historizität für die Geschichten bis ~ Salomo nachweisen kann, werden die Erzählungen nach und nach zu Mythen degradiert, wodurch das AT immer mehr an Authentizität und Wahrheitsanspruch verliert und somit im interreligiösen Kontext für mich auch als Exklusivreligion mit Wahrheitsanspruch. Es scheint als würden wir die Bibel über ihre Geschichte hinweg immer nur solange im historischen Sinne für wahr halten, bis wir genügend Gegenargumente für eine andere Sicht gesammelt haben. Wie erhält man mit bröckelnder Historizität von klar als Nacherzählung und nicht als Mythos formulierter Geschichten die Glaubhaftigkeit der Bibel und ihrer vermittelten Wahrheit?
Mit freundlichen Grüßen, Emil K.