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Beten
Hallo Herr Muchlinsky,
ich zweifele in letzter Zeit sehr am Glauben. Persönlich treibt mich meist die Frage um warum Gott solch ein Leid auf der Welt zulässt. Darauf haben Sie auch schon hier geantwortet, gehen aber in Ihrer Antwort nur auf durch Menschen erzeugtes Leid ein. Daher meine erste Frage: Wieso geschehen so viele Unglücke, bei denen keine Menschen die Ursache sind? Bsp.: Erdbeben, Überschwemmungen, Krankheiten etc. Ich schließe hier ausdrücklich von Menschen verursache Unglücke aus.
Die zweite Frage ist: Wieso lässt Gott die Menschen dadurch leiden? Wieso holt er Menschen, die auf der Erde schreckliches Leid erfahren mussten, nicht zu sich. Grade kleine Kinder können ja ihren Anspruch auf ein "Platz im Paradies" noch nicht verwirkt haben. Und nun aber zu meiner letzten Frage: Wenn ich die Antwort zur oben verlinkten Frage heranziehen darf, dort schreiben Sie das der Mensch von Gott frei in seinen Entscheidungen ist. Und das andere Menschen, ggf. unter den frei Entschiedenen Taten anderer leiden müssen. Wieso Beten wir dann? Entweder Gott greift nicht ein, wie sie ja geschrieben haben, und dann ist das Beten "nutzlos" oder Beten hat einen Sinn, Gott erhört die Gebete und macht etwas. Dann ist die Frage wann hilft er und wann nicht?
Vielen Dank schon einmal vorab für die Beantwortung meiner drei Fragen.
Beste Grüße
André
Sehr geehrte, Eminenzen der Bischofskonferenz,
seit einigen Jahren fällt es mir schwer, beim Beten des Vater unser, den Satz:
„und führe uns nicht in Versuchung“
zu verstehen und glauben.
Meines Wissens gab es nur eine Stelle in der Bibel, wo Gott Abraham in Versuchung führte, als er verlangte, dass er seinen Sohn Ihm opfern sollte. Aber Gott ließ es nicht wirklich zu, weil er Abraham nur prüfen wollte.
Ein Leben lang haben wir gelernt, dass nur der Teufel oder Satan, oder nicht gute Menschen uns zu bösen Taten verführen wollen.
Oder irre ich mich?
Selbst seine Heiligkeit Papst Franziskus, hat es den Ländern der Welt freigestellt, die Änderung dieses merkwürdigen Satzes vorzunehmen.
Dem kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Seit geraumer Zeit bete ich stattdessen:
„und lass uns nicht in Versuchung geraten.“
Ich finde diese Formulierung für mich richtiger. Gott will nicht, dass wir böses tun.
Wie stehen Sie zu dieser Formulierung: und führe uns nicht in Versuchung?