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Die Irin Mairead McGuinness ist neue EU-Sonderbeauftragte für Religionsfreiheit.
Rechtskonservative fordern
EU soll gegen "Christenfeindschaft" vorgehen
Mairead McGuinness ist neue EU-Sonderbeauftragte für Religionsfreiheit, und man muss schon lange suchen, um im Lebenslauf der Irin die Punkte zu finden, die sie für das Amt prädestinieren. Zwar ist die 66-Jährige aus dem konservativen EVP-Lager gläubige Katholikin, Erfahrung auf EU-Ebene hat sie aber als Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Finanzstabilität und Kapitalmarktunion (2020 bis 2024) sowie als Vizepräsidentin des EU-Parlaments gesammelt.
Anderthalb Jahre hat es gedauert, bis Ende März eine Nachfolgerin für den Niederländer Frans van Daele gefunden war. Die Frage, ob und wie auch in Europa die Religionsfreiheit verletzt wird, fällt nicht in den Aufgabenbereich von McGuinness. Vor diesem Hintergrund hat das EU-Parlament in seinem Ende Januar vorgelegten jährlichen Menschenrechtsbericht erstmals angemerkt, es sei bedauerlich, dass es keinen Koordinator gegen "Christianophobie" gebe, wohl aber einen gegen Islamphobie in Europa.
Dass der Begriff "Christianophobie" überhaupt Eingang in den Bericht gefunden hat, ist das Ergebnis einer Reihe von Änderungsanträgen, auf die vor allem die konservative EVP und das Lager der rechten Parteien, die European Conservatives and Reformists (ECR), gepocht hatten.


