Bericht: Fast 1.000 heimliche Atomtransporte seit 2012

Bericht: Fast 1.000 heimliche Atomtransporte seit 2012
Die Atomtransporte mit Uranhexafluorid kamen nach einer Anfrage im Bundestag ans Licht. Die Details bleiben weiterhin geheim.

In Deutschland hat es einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen Jahren fast 1.000 Atomtransporte gegeben, über die die Bevölkerung nicht informiert wurde. "Die jeweiligen Sicherungskategorien sowie die Routen können nicht veröffentlicht werden, da diese Angaben als Verschlusssache eingestuft sind", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe) vorliegt. Demnach gab es von Anfang 2012 bis Ende Mai diesen Jahres 988 solcher heimlichen Atomtransporte.

Dabei ist allerdings kein hochradioaktives Material befördert worden, wie aus der Antwort weiter hervorgeht. Das in Tanks transportierte Uranhexafluorid, mit dem spaltbares Uran angereichert wird, könne allerdings bei Unfällen zu schweren Gesundheitsschäden führen. "Ein Unfall vor allem mit den Transporten von Uranhexafluorid könnte verheerende Folgen bis zum Tod von Menschen haben", sagte der Linken-Politiker Hubertus Zdebel der Zeitung. 

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