Burundi reguliert evangelikale Kirchen

Burundi reguliert evangelikale Kirchen
Kirchen in Burundi müssen künftig mindestens 500 Mitglieder haben, um als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden. Ein entsprechendes Gesetz hat das Parlament in dem zentralafrikanischen Staat am Donnerstag einstimmig verabschiedet.

Ziel sei es, das starke Wachstum von Sekten und evangelikalen Kleinkirchen einzudämmen, berichtete der französische Auslandsrundfunk RFI.

Eine Erhebung der burundischen Regierung hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass es mehr als 550 christliche Religionsgemeinschaften im Land gibt. Knapp ein Viertel der zehn Millionen Burundier sind Protestanten, mehr als 60 Prozent Mitglied der katholischen Kirche.

Für Religionsgemeinschaften aus dem Ausland gelten noch höhere Hürden: Sie müssen mindestens 1.000 Anhänger nachweisen. Die noch ausstehende Zustimmung der zweiten Kammer des Parlaments zu dem Gesetz gilt ebenso als sicher wie die Unterzeichnung durch Präsident Pierre Nkurunziza, der sich als charismatischer Christ bezeichnet.

In den vergangenen Jahren hatte es in Burundi immer wieder Skandale gegeben, an denen kleine evangelikale Gruppen beteiligt waren. So hatte ein Kirchengründer unfruchtbare Frauen mit Hilfe von Heilsversprechen sexuell missbraucht.

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