Landkreistag: Flüchtlinge länger zentral unterbringen

Landkreistag: Flüchtlinge länger zentral unterbringen
Das Präsidium des Deutschen Landkreistages hat die Bundesregierung aufgefordert, Asylbewerber länger als bisher in den zentralen Aufnahmeeinrichtungen der Länder unterzubringen und sie nicht sofort auf die Landkreise zu verteilen.

"Das würde einen Beitrag zu einer zügigen Durchführung von Asylverfahren leisten", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, am Dienstag in Celle. Das sollte "für Bewerber gelten, die aus einem sicheren Herkunftslandland stammen".


Sager begrüßte die von der Regierung angekündigten Maßnahmen, mit denen die Lasten der Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen verringert werden sollen. "Die Ausweitung einer Liste der sicheren Herkunftsstaaten kann ebenso zu einer Verkürzung der Dauer von Asylverfahren führen wie die Beschäftigung von mehr Personal beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge."

Außerdem müssten die Länder verpflichtet werden, Asylbewerber mindestens für drei Monate in ihren zentralen Einrichtungen unterzubringen, forderte Sager. Im Mai dieses Jahres seien insgesamt 12.457 Asylanträge gestellt worden. Das bedeute gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg um 50 Prozent und gegenüber dem Vormonat um acht Prozent.

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