Tariflöhne in Deutschland stärker gestiegen als in Frankreich

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Tariflöhne in Deutschland stärker gestiegen als in Frankreich
Deutsche Arbeitnehmer verdienten im Schnitt 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, Französische dagegen nur 1,7 Prozent mehr. Auch die Verbraucherpreise stiegen in Deutschland stärker als im Nachbarland.

In Deutschland sind die Tariflöhne in der Privatwirtschaft im vergangenen Jahr stärker gestiegen als im Nachbarland Frankreich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch verdienten die Arbeitnehmer 2013 im Schnitt 2,6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. In Frankreich stiegen die Löhne im gleichen Zeitraum dagegen nur um 1,7 Prozent. Grundlage der Erhebungen waren die jeweiligen Grundeinkommen ohne Sonderzahlungen.

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Den Angaben zufolge unterlagen die Tariferhöhungen in Deutschland stärkeren Schwankungen als im Nachbarland. So stiegen die Vergütungen etwa für die Beschäftigten von Sicherheitsdiensten oder Zeitarbeiter hierzulande um 1,5 Prozent. Beschäftigte im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen konnten sich dagegen über 3,3 Prozent mehr Lohn freuen. In Frankreich lag das Plus zwischen 1,1 Prozent im Bereich Energieversorgung und 1,9 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe.

Auch die Verbraucherpreise stiegen 2013 in Deutschland mit 1,6 Prozent etwas stärker als in Frankreich (1,0 Prozent). Zudem gilt im Nachbarland bereits seit 1950 ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn, der jedes Jahr entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung angehoben wird. Zum 1. Januar 2013 lag der Mindestlohn in Frankreich bei 9,43 Euro pro Stunde. In Deutschland galten zum selben Stichtag nur in wenigen Branchen Mindestlöhne.