Bereits rund 10.000 Unterschriften gegen Potsdamer Garnisonkirche

Potsdam/ Garnisonskirche

Foto: epd-bild/Rolf Zöllner

Auf dem Platz der ehemaligen Potsdamer Garnisonskirche steht eine provisorische Kapelle.

Deutschland spricht 2019
Bereits rund 10.000 Unterschriften gegen Potsdamer Garnisonkirche
Preußens Gloria soll wiederauferstehen - doch der Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche bleibt umstritten.Die Gegner des Wiederaufbaus der Potsdamer Garnisonkirche haben in den ersten beiden Monaten des Bürgerbegehrens gegen das Projekt rund 10.000 Unterschriften gesammelt.

Der Wahltag am kommenden Sonntag solle zum Aktionstag der Kampagne werden, teilte die Bürgerinitiative "Potsdam ohne Garnisonkirche" am Dienstag mit. Am Sonntag wird neben der EU-Wahl auch ein neues Stadtparlament für Potsdam gewählt.

Wenn bei dem Bürgerbegehren innerhalb eines Jahres mindestens 13.500 gültige Unterschriften von Einwohnern Potsdams ab 16 Jahren zusammenkommen, muss sich die Stadtverordnetenversammlung mit der Forderung nach Auflösung der kirchlichen Garnisonkirchenstiftung befassen. Die Stadt ist Mitglied der Stiftung. Am 8. Mai hatten Vize-Bundeskanzler Sigmar Gabriel (SPD) und ein Vertreter des baden-württembergischen Unternehmens Würth zu Spenden für die Garnisonkirche aufgerufen.

Der Turm der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und in der DDR abgerissenen evangelischen Barockkirche soll für rund 40 Millionen Euro wieder aufgebaut werden. Der Baubeginn ist weiter offen, weil die Finanzierung nicht gesichert ist. Der Wiederaufbau ist unter anderem umstrittenen, weil die Nazis die Kirche 1933 zur Inszenierung der Reichstagseröffnung genutzt haben. Befürworter argumentieren unter anderem mit der städtebaulichen Bedeutung des Bauwerks.

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