Mehr als 100 Ebola-Tote in Westafrika

Mehr als 100 Ebola-Tote in Westafrika
Die westafrikanischen Länder Guinea und Liberia leiden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter einer der schlimmsten Ebola-Epidemien der Geschichte.

In Guinea seien bereits 101 Menschen an der hochansteckenden Infektion gestorben, in Liberia habe man sieben Ebola-Tote gezählt, teilte der Beigeordnete WHO-Generaldirektor Keiji Fukuda am Dienstag in Genf mit.

Während die WHO in Guinea von insgesamt knapp 160 Krankheits-Fällen ausgeht, sind es in Liberia 23. Der sehr gefährliche Virus drohe sich auch in anderen Staaten auszubreiten. In den Ländern Ghana, Sierra Leone und Mali meldeten die Behörden bereits Ebola-Verdachtsfälle. Fukuda betonte, dass Ebola die Bevölkerung verunsichere und Panik auslösen könne.

Etwa 60 WHO-Experten sind in Guinea und Liberia im Einsatz, um die Regierungen im Kampf gegen die Ebola zu unterstützen. Den Angaben zufolge verlaufen etwa 90 Prozent der Ebola-Fälle tödlich. Übertragen wird das Fieber durch direkten Körperkontakt und über Körperflüssigkeiten. Die Inkubationszeit beträgt drei Tage bis drei Wochen. Symptome sind grippeartige Beschwerden und starke Blutungen aus allen Körperöffnungen. Gegen Ebola gibt es weder Impfung noch Medikamente.

Zu den ersten nachgewiesenen Ausbrüchen der Ebola kam es laut WHO 1976 im Sudan und in Zaire (heute: Demokratische Republik Kongo). Im Jahr 2000 meldete Uganda die bisher größte Epidemie, die sich über weitere Länder ausbreitete. Mehr als tausend Menschen starben.


 

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