Tagebuch aus Kiew - Teil 2

Ukraine Crimean crisis

Foto: dpa/Robert Ghement

Ukrainische Jugendliche unter einer ukrainisch-krimschen Doppelflagge in Kiew.

Tagebuch aus Kiew - Teil 2
Charis Haska, Ehefrau des deutschen evangelischen Pfarrers in Kiew, Ralf Haska, erlebt den Umbruch in der Ukraine hautnah mit. Die deutsche Kirche und das Pfarrhaus stehen mitten in der Stadt. Auf Facebook berichtet Charis Haska vom Alltag der Menschen in der Stadt, vom Leben in der deutschen Gemeinde und vom Mut der Ukrainer. Wir dokumentieren einen Teil ihrer Facebookeinträge seit Mitte Februar 2014 in Auszügen.
21.03.2014
Charis Haska
evangelisch.de

22. Februar, 15.40 Uhr

Wir sind von einem weiteren Spaziergang zurück, eine große Runde zu den Orten der Geschehnisse. Zu Füßen der Luteranska lassen die Wachen uns durch den immer noch verbarrikadierten Treppenbogen durch. Ralf entdeckt auf dem Plateau auf halber Treppe eine Gruppe junger Männer um einen provisorischen Tisch mit einem spartanischen  Frühstück. Wurstbrote, Mayonnaise, eine Art weiße Masse in einem Viertelliterglas und fragt, ob er sie filmen darf. Ich hab sie erst gar nicht gesehen, kehre um und will nur einen Blick werfen, da drängen uns die beiden Wachen freundlich, doch näher heranzutreten. "Habt keine Angst, dass sind gutmütige Leute..." Also treten wir näher.

Da ich nichts zu sagen weiß, grüße ich mit "Ehre der Ukraine" und bekomme ein lautes, enthusiastisches "Ehre den Helden!" zur Antwort. Der eine Wächter huscht zu den Leuten hin und hat flugs eine Tafel unserer geliebten Olenkaschokolade in der Hand: "Hier, für die Kinder. Für Euch stehen wir hier. Wir sind vom Maidan." Ich versuche zu erklären, dass wir doch nur Ausländer sind, die für begrenzte Zeit hier wohnen. aber will sie nicht zurücknehmen. Beim Blick auf die über ihnen aus den verschiedensten Materialien zusammengebauten Barrikaden fällt mir ein, dass hier ein guter Ort zum Fotografieren ist und begebe mich mit den Kindern in Position. Da nehmen die beiden Wachen ihre Motoradhelme ab und statten Bernhard und mich damit aus. Der eine reicht uns sogar noch einen Gummiknüppel.

Familie Haska auf den Barrikaden

(…) Wir überqueren beim Hauptpostamt die Straße und gehen auf vom Ruß schwarzer Erde: Die Pflastersteine sind alle herausgenommen zur Verteidigung. Auf dem Maidan selbst kommt man fast nicht weiter, so viele Menschen sind da. (…) Die Menschen strömen einander entgegen. Kein Lächeln, es wäre unpassend. Etwas weiter oben noch einmal eine provisorische Gedenkstätte mit vielen, vielen Blumen und kleinen Häufchen in  verschiedenfarbiges Papier gepackten Pralinen. Davor hat man zwei Sechsliterkanister gestellt, in denen normalerweise Trinkwasser verkauft wird. Die Leute werfen Geldscheine hinein und ich lese das Schild daneben: Es geht um Hilfe für die Angehörigen und die Beerdigungskosten. Die Kanister sind schon voll, jemand ruft: "Sascha, sammel die Kanister ein" und wenige Augenblicke später kommt jemand und trägt sie zur Seite.

Das Territorium, das ich länger nicht mehr betreten habe (früher ein schönes Gelände für Spaziergänge) sieht fremd aus, ich überlege, was eigentlich früher neben dem,  blauen Börsengebäude war. Ich sehe dünne Baumstümpfe und begreife, hier muss wohl Gebüsch oder gar ein Wäldchen gewesen sein, das zum Heizen der Wärmefässer Stück für Stück abgeholzt wurde. (…) Wir machen Fotos und Videoaufnahmen von den Einschüssen an Straßenlaternen und Bäumen, und von den Leuten, die das auch fotografisch festhalten, entdecken im rußigen Matsch nach und nach Reste von Gasmasken, einzelne Herrenschuhe und Stiefel.

Das Herz zieht sich zusammen, möchte weinen und aufschreien, ach wenn wir die Menschen nicht kannten, denen sie gehörten. Aber die Freundin, mit der wir den gestrigen Abend verbrachten, kannte drei der Getöteten persönlich: "Alles so nette, kluge Männer, so gemäßigt in ihren Ansichten, ganz gewöhnliche Familienväter - keinesfalls Radikale. Hoffnungsträger in ihren politischen Ansichten..." Sie brauchte gestern Abend lang, um ihre Fassung wieder zu finden (…). Sehr, sehr nachdenklich kommen wir nach Hause, waschen uns lange den Ruß aus den Gesichtern. Richtig fröhlich sind wir nicht. Wir werden um Einheit der Kräfte des Maidan beten müssen, um eine weise Führung und um Gottes Schutz für das Volk vor umhergeisternden Banden.

24. Februar, 14.00 Uhr: Und dennoch lächeln sie…

Zur Zeit reichen immer ein bis zwei Begegnungen pro Tag, um für mindestens einen Tag sehr traurig zu sein. Heute früh hatte ich Weltgebetstagsvorbereitung mit den deutschen Frauen. Ein wenig verspäteten sie sich, die eine hatte noch mit ihrem  Jetlag von einem Auslandsaufenthalt zu tun. Die beiden Anderen hatten ihre Fahrt ins Zentrum damit verknüpft, vorher noch schnell Blumen zum Maidan zu bringen. So blieb mir noch ein knappes halbes Stündchen, um die Menschen wahrzunehmen, die als Gäste in unserem Lazarett sind. Auf den Bänken saßen drei der Kranken, die in den letzten Tagen ihre fiebrigen Infekte in unseren Räumen hatten kurieren lassen. Sie hatten schon gemusterte Jacken in Tarnfarben an und waren sehr, sehr still.

Obwohl sie noch nicht gesund sind, wollen sie schon zurück auf den Maidan. "Die Zeit läuft uns davon, es gibt noch so viel zu tun." erklärte mir einer von ihnen. Ein Arzt, kam hinzu. Er lächelt immer so freundlich und aufgeschlossen. Sein Russisch klingt, als spreche er eine Fremdsprache. Aus der Westukraine kommend, spricht er normalerweise Ukrainisch. Er selber war schon vor längerer Zeit zunächst als Kranker zu uns gekommen, dann als Freiwilliger in unserer Kirche geblieben. Neulich, vermutlich am Freitag, hat er zu Ralf gesagt:  "Wie gut tut es doch, dass man jetzt endlich wieder seine Meinung sagen kann, ohne Angst zu haben." Ja, und wie gut ist es doch, das wir Euch jetzt auch mehr von den Menschen berichten können, die für eine gewisse Zeit bei uns Unterschlupf finden- ohne Angst zu haben, dass wir sie dadurch gefährden.

27. Februar, 17.00 Uhr

Es gibt jetzt wirklich Anlass, für unsere Kollegen (Marcus und Lilly Göring)  auf der Krim zu beten, eine deutsche Pfarrfamilie mit kleinen Kindern, die noch nicht lange in der Ukraine lebt. Soweit ich höre, ist die Situation noch unklarer und explosiver, als bei uns in Kiew.

28. Februar, 20.30 Uhr: Krieg und Frieden

Holzrauch. Starker, eisiger Wind. Es sieht alles so friedlich aus: Nur ein paar Wachen an der Betonwand. Sie sitzen mit geöffnetem Computer da und winken die wenigen Autos durch die enge Durchfahrt. Ich denke erst, sie sehen nach Nachrichten. Aber es scheint sogar ein Computerspiel zu sein. Solang die Batterie hält.

Keine Polizei. Gar nicht nötig, den Präsidentenpalast zu bewachen. Rückweg vom Hundespaziergang. Ich frage einen der jungen Männer: "Was erwartet uns zum Wochenende?" Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: "Es wird Krieg geben." Sein ernster starrer Blick aus dunklen, müden Augen lässt spüren, dass er meint, was er sagt. "Meinen Sie, Krieg auf der Krim?" - "Wenn es Krieg auf der Krim gibt, dann gibt es auch hier Krieg." sagt er. Ich antworte "Oh Gott!" Er sagt: "Es ist absolut im Bereich des Möglichen." Ich stottere: "Dann müssen wir beten, dass..." - "dass alles zu einem friedlichen Ende kommt." vervollständigt er meinen Satz. "Aber die Krim geben wir nicht her."

Nachdenklich gehe ich die paar Schritte zum Haus zurück. Die Nachbarin ist gerade vom Abendspaziergang gekommen. "Ira, was erwarten wir fürs Wochenende? Krieg oder Frieden?" Wie aus der Pistole geschossen kommt ihre Antwort: "Frieden natürlich." Unsicher sage ich: "Gerade sagte jemand, es gibt Krieg..." - Da sei Gott vor!" sagt sie, während mein ungezogener Hund versucht, ihr Hosenbein zu beißen.

2. März, 17.30 Uhr

Heute waren nicht weniger Leute im Gottesdienst, als zu ganz normalen Friedenszeiten. Anfangs zählte ich die Gottesdienstbesucher (nur) in meiner Hälfte des Kirchsaals, schon zu Beginn des Gottesdienstes 24 Personen. Das füllte sich nachher noch ziemlich auf, insgesamt also bestimmt sechzig Personen, wenn nicht sogar mehr. Für danach hatten wir das letzte Vorbereitungstreffen für den russischsprachigen Weltgebetstag angesetzt, der ja am 7.3. schon gefeiert werden wird. Ich hatte echt Sorge, dass wir keine Generalprobe durchführen können, denn wegen der unruhigen Zeiten war überhaupt nicht planbar, wer kommt. Aber dann waren zwölf aktive Frauen da, wir haben konzentriert gearbeitet. "In diesem Jahr ist die Weltgebetstagsvorbereitung so, wie sie noch nie war", charakterisierte Tamara die Situation am Anfang des Treffens, "aber dennoch wird der Weltgebetstag so werden, wie er sein soll."

Die Liturgie, dieses Jahr aus Ägypten, ist uns sehr nah, auch darin, dass sie - vor zwei Jahren fertig geschrieben- von den Ereignissen schon wieder überholt wurde. Was kann man heutzutage planen? Verbunden sein mit Christen in anderen Ländern und in unsicheren Zeiten desto mehr einen festen Halt von oben her spüren dürfen - das lerne ich in diesem Jahr besonders zu schätzen.

3. März, 22.00 Uhr

In einem Nebensatz (der Kinder, d.Red.) klang durch, dass Klassenkameraden schon ausgereist sind, vorsichtshalber. Noch nicht viele, eigentlich bloss eine Familie. In mir krampfte sich alles zusammen. (…) Ralf kommt heim und stellt fest, beim Abendessen sollten wir mal besprechen, wie wir uns im Ernstfall verhalten sollten. Was wir mitnehmen sollten und wer reisen sollte. Bloß im Ernstfall natürlich. (…) Einer von Ralfs Facebookfreunden postet: "Jetzt hat es mich ereilt. Ich hab meine Einberufung bekommen für morgen früh um acht Uhr."

7. März

Für die letzten Vorbereitungen zur Feier des Weltgebetstages haben wir uns für zwei Stunden vor dem Gottesdienst verabredet. Die pünktlichsten Frauen sehen blass und erschöpft aus. Eine ist sehr lang krank gewesen und noch nicht ganz genesen. Doch zu diesem Anlass hat sie den beschwerlichen Weg aus der Vorstadt - vierzig Minuten zu Fuß zur Haltestelle, dann die überfüllte Vorstadtbahn, dann die U- Bahn und den steilen Anstieg der Luteranska – mit Gepäck auf sich genommen. Sie wollte es sich nicht nehmen lassen, den Weltgebetstag mitzugestalten. Wie sehr ich sie mag und für ihre Aufrichtigkeit uns Zielstrebigkeit bewundere! Nun sitzt sie also und braucht über zehn Minuten, um einigermaßen zu Atem zu kommen. Eine Andere hat versehentlich die aktualisierten und sorgsam ausformalisierten Fürbitten zu Hause gelassen. Auch sie müssen also improvisiert werden, wie so vieles an diesem besonderen Abend.

Eine Frau, die ich nur vom Gesicht her kenne, spricht mich an. Sie trägt das Weltgebetstagsemblem und ist in den letzten Jahren immer zum WGT gekommen. "Ich bin Psychologin und bin extra etwas eher gekommen, für den Fall, dass im Lazarett jemand meine Hilfe braucht." Das ist dann doch nicht der Fall, denn der Patient, dem das gut tun würde, liegt gerade in tiefem Schlaf und sie einigt sich mit der Ärztin, dass auch Schlaf ein gutes Heilmittel ist.

Einen Bestandteil der Dekoration diskutieren wir vorher noch kurz: Wie wäre es, wenn wir neben der ägyptischen Flagge diesmal auch die ukrainische aufhängen? Nach einigem Überlegen hängen wir dann sogar die deutsche Flagge noch dazu. Es haben ja viele unserer russischsprachigen Gemeindeglieder deutsche Wurzeln, die ihnen wegen ihres schweren Lebensweges  (Deportation, Trennung der Familien, Verbot, die Muttersprache zu sprechen, mühsames Überleben in Zwangslagern unter Stalin) sehr wichtig sind.

(…) Die von den Frauen noch vor dem Gottesdienst erstellte zusätzliche Fürbitte fällt sehr kurz aus, aber  sie wird von zwei Frauen einstimmig und so inbrünstig vorgetragen, dass sie mir durch und durch geht: "Gott, wir bitten dich für die Frauen Ägyptens und der Ukraine in dieser schweren Zeit…Gib der Ukraine Einheit und Frieden!" Gott hat dieses flehentliche Gebet gehört und spürt Sorge und Schmerz der Frauen, die um ihre Männer, Söhne, Väter und Brüder bangen. Das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist (Jakobus 5, 16).

10. März

(…) Da begegnet mir die sympathische junge Ärztin mit dem runden Gesicht und der Brille, die ich nun schon öfters  kniend und unter Tränen in unserer Kirche beten gesehen habe. Schon lang wollte ich mich mal mit ihr unterhalten, es hatte  sich bisher nur noch nicht ergeben. Sie ist auf dem Weg zu unserem Kirchenlazarett. Ich frage sie endlich nach ihrem Namen, sie heißt, wie viele junge Frauen hier Vika. Bei all dem Schrecklichen, das sie gesehen hat, strahlt sie eine so warme zugewandte Freundlichkeit aus. Ich sage ihr, dass ich ihre Gebete bemerkt habe. "Ja, ich bin eigentlich griechisch- katholisch. Aber es ist wohl doch so, dass wir den gleichen, einigen Gott haben", lächelt sie mich an.

(Ausflug mit den Kindern in einen Park, d. Red.) Im Park ist nichts von der Weltpolitik zu spüren. Frühling! Die Vögel zwitschern, dass einem das Herz warm werden kann. Auf dem Rückweg kaufe ich in einer Bude Hundefutter. Der Verkäufer ist soooo nett und geduldig. Als er das Futter schonfast fertig abgefüllt hat, hab ich es mir noch mal anders überlegt. "Aber natürlich!"  geht er auf meinen Wunsch ein und kippt es wieder aus. Füllt  mir anderes, billigeres Futter ab. Dem Wechselgeld fügt er jede Menge gute Wünsche hinzu und die freundliche Ermahnung an mein Kind, es möge sich doch bitte der Jahreszeit gemäß bekleiden, für kurze Hosen sei  es doch noch zu früh. So meine verzweifelte Rede vor unserem Aufbruch am Morgen. Aber aus dem Munde eines ausgewachsenen, freundlichen Mannes ist das doch für einen frisch gebackenen Teenager noch einmal etwas ganz  Anderes. Ich bin dem Verkäufer  von Herzen dankbar. Wie ich die Ukrainer für ihre Fürsorglichkeit und Freundlichkeit  liebe!

18. März

Ich habe das Gefühl, dass die Leute  jetzt weniger über ihre begründete Angst reden wollen. Mittags habe ich einen Termin zum Kontaktlinsen Anpassen. Für harte Linsen gibt es in Kiew überhaupt nur eine Adresse, ich war gespannt auf diese Optikerfirma. Wie so viele durchaus seriöse Büros finde ich sie in einem Hinterhof im Souterrain. Die Ärztin hat mich schon erwartet, bittet mich, Platz zu nehmen (…).

Sie arbeitet sehr konzentriert mit mir. (…) Unser Gespräch ist streng sachbezogen, obwohl ich versuche, ihr ihre Einschätzung der gegenwärtigen Lage heraus zu kitzeln. Sie tropft mir gelbe Farbe ins Auge, damit die Linse im Kontrast besser zu sehen ist. Ich werfe einen Blick auf die hellblauen Vorhänge und versuche es mit "Meine blau- gelbe Welt…". Sie verzieht keine Miene und antwortet mit neutraler Stimme: "Ich habe gesehen, dass Sie ein Bändchen an der Jacke tragen." Weiter  kein Kommentar zu meiner Maidan- Schleife.

Später (…) fragt sie eher nebenbei nach dem Grund meines Aufenthaltes in der Ukraine. Ich erkläre, dass mein Mann arbeitet und ich für unsere Kinder da bin. Wie viele ich hätte? Ich sage es ihr gleich mit Altersangabe. Na, die seien doch noch relativ klein. Ihr Sohn sei dreiundzwanzig. Ich versuche es noch mal: "In den heutigen Zeiten muss man sich um die großen Jungs wahrscheinlich mehr Sorgen machen, als um die kleineren…" Sie scheint erst nicht verstehen zu wollen, worauf ich hinaus will. Ich setze mit einer Erklärung an, da unterbricht sie mich: "Ach sie meinen, weil man sie zum Kämpfen einzieht." (…) Nur für einen Moment zittert ihre Stimme: "Wir hätten nicht gedacht, dass wir tatsächlich bis zu einem Krieg leben würden. Wir alle haben gedacht, dass die Kriege dem vergangenen Jahrhundert angehören." Damit kehren wir zum rein medizinischen und geschäftlichen Gespräch zurück. (…)

Lasst uns die Menschen mit ihren Gesichtern ins Herz schließen und in unsere Gebete aufnehmen! Den ukrainischen Soldaten Pascha zum Beispiel, der seit mehreren Jahren auf der Krim eingesetzt war. Sein Vater macht sich große Sorgen um ihn und seine Familie. "Sie hatten kürzlich dort ein Haus gekauft. Die Familie hat er nun schon zurück in die Heimat geschickt. Hoffentlich lassen sie ihn noch raus, sonst muss er doch der russischen Armee dienen. Es ist alles nicht so einfach…" Wie gerne möchte ich dem Vater zusichern: "Alles wird gut. Gott behütet ihn." Ich sage es nicht. Ich verspreche bloß, für ihn zu beten.