Fischer: Unterschiedliche sexuelle Orientierungen tolerieren

Fischer: Unterschiedliche sexuelle Orientierungen tolerieren
Der badische evangelische Landesbischof Ulrich Fischer unterstützt das Bemühen der Schulen, Toleranz gegenüber unterschiedlichen sexuellen Orientierungen zu vermitteln.

Die Diskussion um den baden-württembergischen Bildungsplan 2015 habe fälschlicherweise zu dem Eindruck geführt, als habe die evangelische Landeskirche grundsätzliche Vorbehalte gegenüber der Beschäftigung mit dem Thema Homosexualität in der Schule oder gar gegen homosexuelle Menschen an sich, sagte Fischer am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Karlsruhe. Das sei nicht der Fall. "Wir heißen homosexuelle Menschen in unserer Kirche ausdrücklich willkommen", sagte der Landesbischof.

Der Entwurf zum Bildungsplan sieht vor, dass in Schulen künftig für die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" geworben wird. Dabei sollen Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität im Unterricht intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Gegen dieses Vorhaben haben mehr als 192.000 Menschen eine Petition unterzeichnet und vergangene Woche dem Landtag übergeben. Zwei Gegenpetitionen, die den Bildungsplan befürworten, erreichten mehr als 88.000 und 137.000 Unterschriften. Am Wochenende hatte Hunderte Gegner und Befürworter des baden-württembergischen Bildungsplans in Stuttgart demonstriert.

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