Bosbach: Gesetzentwurf zu doppelter Staatsangehörigkeit bis Ostern

Bosbach: Gesetzentwurf zu doppelter Staatsangehörigkeit bis Ostern
In Deutschland geborene und aufgewachsene Ausländer sollen sich nach Angaben des CDU-Innenpolitikers Wolfgang Bosbach (CDU) schon bald nicht mehr für eine Nationalität entscheiden müssen.

Er erwarte noch vor Ostern im Kabinett einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der seit dem Jahr 2000 geltenden Optionspflicht, sagte der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe) in Essen.

Seit der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts erhalten Kinder ausländischer Eltern bei der Geburt automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft. Wenn sie darüber hinaus die Staatsbürgerschaft ihrer Eltern besitzen, müssen sie sich im Alter von 18 bis 23 Jahren für eine der beiden Nationalitäten entscheiden.

Nun geht es laut Bosbach darum, rechtssicher zu definieren, was unter "Aufwachsen" zu verstehen sei. Am leichtesten sei es, dies am Schulbesuch und Schulabschluss in Deutschland festzumachen, sagte der CDU-Politiker der Zeitung. Die SPD-Innenminister der Länder hatten am Donnerstag in einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) aufs Tempo gedrückt und gefordert, die Optionspflicht müsse "so schnell wie möglich" abgeschafft werden.

 

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