Brandenburg will Studium ohne Abitur erleichtern

Brandenburg will Studium ohne Abitur erleichtern
Brandenburg will den Weg zu einem Studium ohne Abitur ebnen. Dazu beschloss die Landesregierung am Dienstag in Potsdam einen Entwurf zur Novellierung des märkischen Hochschulgesetzes. Damit werde der Zugang zum Universitätsstudium so weit gefasst wie nirgendwo sonst in Deutschland, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD): "Das fördert Chancengleichheit im gesamten Bildungs- und Lebensverlauf."

Künftig sollen demnach in Brandenburg auch Handwerksmeister und Bewerber mit Schulabschluss nach der Sekundarstufe 1, einer Berufsausbildung und zwei Jahren Berufserfahrung ein Bachelorstudium aufnehmen dürfen, teilte die Staatskanzlei mit. Der Zugang zu einem Studium an einer Universität soll zudem künftig auch mit Fachhochschulreife möglich sein.

m die Qualität in Promotionsverfahren zu sichern und Plagiate zu verhindern, soll künftig auch der Abschluss von Vereinbarungen gesetzlich vorgeschrieben werden, hieß es weiter. Darin sollen Rechte und Pflichten der Promovierenden, der Betreuer und der Fachbereiche geregelt werden.

An allen Hochschulen sollen dem Gesetzentwurf zufolge zudem Ethikkommissionen eingerichtet werden, die sich mit Fragen zum möglichen Einsatz von Forschungsergebnissen für nicht-friedliche Zwecke und zu möglichen Forschungsvorhaben am Menschen befassen. Den Angaben zufolge ist weiter vorgesehen, die Studierenden stärker in die Hochschulpolitik miteinzubeziehen.

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