Boie bekommt Kinderbuchpreis für Roman über Aids-Waisen

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Boie bekommt Kinderbuchpreis für Roman über Aids-Waisen
Die Schriftstellerin Kirsten Boie hat den Kinder- und Jugendbuchpreis "Luchs" für das Jahr 2013 bekommen, wie Radio Bremen am Dienstag mitteilte. Die 63-Jährige erhält die Auszeichnung für ihren Roman "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen".

Die Hamburger Autorin erzählt in ihrem Buch von vier Aids-Waisen im afrikanischen Swasiland. Es seien Geschichten voller Leid, die gleichzeitig den beeindruckenden Lebensmut der Kinder zeigten, hieß es.

Boie kennt die Kinder und die Schicksale, von denen sie schreibt, denn den Angaben zufolge unterstützt sie seit sechs Jahren Hilfsprojekte in Swasiland und reist regelmäßig nach Afrika. Mit dem Preis werde nicht nur das herausragende, soziale Engagement Boies geehrt, erklärte die Jury. Die Autorin habe auch die Fähigkeit, "uns in kunstvoller, poetischer Sprache die Gefühlswelt der Kinder aus Swasiland begreifbar zu machen".

Preis wird auf der Leipziger Buchmesse übergeben

Das Buch erzählt unter anderem von Thulani, der davon träumt, ein berühmter Fußballspieler zu werden, sich aber stattdessen um seine kleine Schwester und seine kranke Großmutter kümmern muss. Sonto macht sich mit ihrer Schwester auf den langen Weg zu einer Krankenstation, um sich auf HIV testen zu lassen. Lungile verkauft ihren Körper, um Schulschuhe für ihre kleine Schwester kaufen zu können. Sipho quälen Schuldgefühle gegenüber seiner verstümmelten Großmutter.

Der Preis soll der bereits vielfach ausgezeichneten Autorin am 12. März am Vorabend der Leipziger Buchmesse übergeben werden. Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Wochenzeitung "Die Zeit" und Radio Bremen verliehen. Der "Luchs" prämiert jeden Monat ein Kinder- oder Jugendbuch. Aus dieser Auswahl wird der "Jahres-Luchs" gekürt.
 

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