Schlüpfer in Hamburger Hauptkirche - Kurioses Testament von 1762

Schlüpfer in Hamburger Hauptkirche - Kurioses Testament von 1762
Ein kurioses Testament aus dem 18. Jahrhundert verpflichtet die Hamburger Hauptkirche St. Jacobi, sich jährlich um Damenunterwäsche zu kümmern. In diesem Advent wurden wieder 15 Garnituren an bedürftige Frauen verschenkt, teilte Hauptpastorin Astrid Kleist am Freitag mit.

"Ich bin fasziniert von dieser Frau, die es schaffte, vor Jahrhunderten ein Testament aufzusetzen, das noch heute Gültigkeit hat", sagte sie. Anno 1762 hinterließ die "Hamburger Jungfer" Johanna Margaretha Eding ihr Vermögen der Hauptkirche - 850 Courantmark, umgerechnet einige hunderttausend Euro. Von den Zinsen sollten jedes Jahr "Unterkleider" an arme Frauen gekauft werden, und zwar "solange die Sonne scheint und der Wind weht".

Das Vermögen ist längst verbraucht und auch Zinsen gibt es keine mehr - doch das Testament gilt weiter. Verwaltet wird es von der eigens bestellten Stiftung "Johanna Margareta Eding Testament", Vorsitzender ist der Rechtsanwalt Matthias Scheer.

Zweimal hatte die Gemeinde sogar gegen "Edings Testament" prozessiert, zuletzt 1985. Doch Rechtsanwalt Scheer obsiegte im Namen seiner längst verstorbenen Mandantin. Mittlerweile erhält die Hauptkirche sogar Spenden für die Schlüpfer - in diesem Jahr wurden die Garnituren von "C&A" gestiftet.

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