Zahl der Opfer durch Landminen geht zurück

Zahl der Opfer durch Landminen geht zurück
Weltweit sind im vergangenen Jahr 3628 Menschen durch Landminen getötet worden. Fast die Hälfte davon waren Kinder, geht aus dem m Donnerstag in Genf vorgestellten Landminenbericht der Organisation Handicap International hervor.

Die Organisation sieht deutliche Fortschritte beim Kampf gegen den Einsatz dieser Kriegswaffe. So liege die Zahl der Opfer deutlich unter der des Vorjahres. Außerdem sei eine Rekordfläche von 526 Quadratkilometern entmint worden. Dabei seien 540 000 Minen und andere explosive Kriegsreste zerstört worden.

Den Angaben zufolge sind Minen noch in 71 Ländern und Gebieten verlegt oder wird eine Verminung vermutet. 67 Nationen hätten 2012 für Entminung und Unterstützung der Opfer 681 Millionen Dollar (500 Millionen Euro) ausgegeben. Landminen kamen im Ersten Weltkrieg auf. Seither wurden in vielen bewaffneten Konflikten Minenfelder angelegt.

Die Sprengkörper im Boden sollen den Gegner fern halten, ihn töten oder verletzen. Heute gelten Landminen als Waffe gegen die Zivilbevölkerung, weil sie auch noch Jahre später wahllos Menschen bedrohen.

Besonders geächtet sind Anti-Personen-Minen, von denen viele etwa in den Bürgerkriegen in Kambodscha und Angola verlegt wurden. Die Ottawa-Konvention von 1999 verbietet Herstellung, Lagerung, Einsatz und Verbreitung dieser Sprengkörper, die nur ein paar US-Dollar je Stück kosten. Der Ottawa-Konvention traten 156 Staaten bei, darunter Deutschland. Es fehlen aber wichtige Länder wie Russland, die USA, Indien und China.

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