Deutscher Umweltpreis: Preisträgerinnen werben für Energiewende

Deutscher Umweltpreis: Preisträgerinnen werben für Energiewende
Die Trägerinnen des Deutschen Umweltpreises 2013, Ursula Sladek und Carmen Hock-Heyl, haben sich für eine Beschleunigung der Energiewende ausgesprochen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt sende mit der diesjährigen Verleihung an zwei Unternehmerinnen, die erhebliche Widerstände in ihrem Einsatz für den Klimaschutz überwunden hätten, auch ein entsprechendes Signal nach Berlin, sagte Sladek vor der Verleihung. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte in Osnabrück den mit insgesamt 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas.

Hock-Heyl (59), Gründerin und Geschäftsführerin der Firma Hock (Nördlingen), etablierte Dämmmatten für den Hausbau aus dem nachwachsenden Rohstoff Hanf am Markt. Sladek (67), Vorstandsvorsitzende der Netzkauf ElektrizitätsWerke Schönau (EWS), gründete 1994 aus einer Bürgerinitiative heraus den ersten Ökostromanbieter EWS.

Beide Preisträgerinnen wollen mit dem Preisgeld Nachahmer in ihren Branchen unterstützen. Hock-Heyl will einen Interessenverband für Naturdämmstoffe gründen. Noch immer wüssten viele Bauunternehmen und Verbraucher nur sehr wenig über diese Alternative zu Glas- oder Steinwolle, sagte die Unternehmerin. Sladek sagte, sie werde andere Energiegenossenschaften in der schwierigen ersten Phase nach der Gründung unterstützen. Es sei wichtig, die Bürger mit ins Boot für die Energiewende zu holen.

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