Prozess gegen Ex-Chef der Treberhilfe geht weiter

Prozess gegen Ex-Chef der Treberhilfe geht weiter
Der Prozess gegen den Ex-Geschäftsführer und Miteigentümer der Berliner Treberhilfe, Harald Ehlert, wird am Montag fortgesetzt.

Ihm wird Steuerhinterziehung in mehreren Fällen im Gesamtumfang von rund 590.000 Euro vorgeworfen. Laut Ehlerts Anwalt Valentin Babuska wird sich der Angeklagte möglicherweise zu den Vorwürfen äußern. Zudem seien für die kommenden Verhandlungstage weitere Zeugen geladen. Als weitere Termine sind bislang der 18. und 23. Oktober sowie der 4. November bekannt.

Ehlert hatte zum Auftakt des Prozesses am 26. August die Vorwürfe zurückgewiesen. Zugleich kündigte der 51-Jährige damals an, sich im Laufe des Verfahrens ausführlich zu äußern.

"Maserati-Affäre"

Die Anklage wirft ihm vor, einen Teil seiner Geschäftsführer-Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit zwischen 2005 und 2010 dem Finanzamt nicht gemeldet zu haben. Außerdem geht es um die Anschaffung und private Nutzung zweier teurer Dienstwagen, darunter ein Maserati.

Ehlert hatte sich als Geschäftsführer der gemeinnützigen Obdachlosen-Organisation neben einem teuren Sportwagen als Dienstfahrzeug ein Jahresgehalt von weit über 300.000 Euro geleistet. Die Arbeit der 1988 in West-Berlin gegründeten Treberhilfe wurde vor allem aus Steuergeldern finanziert.

Im Zuge der "Maserati-Affäre" 2010 schlossen das Diakonische Werk und der Paritätische Wohlfahrtsverband das Unternehmen aus, die Gemeinnützigkeit wurde vom Finanzamt Berlin aberkannt. Ende 2011 musste das Sozialunternehmen mit Verbindlichkeiten von mindestens 4,5 Millionen Euro Insolvenz anmelden. Mitarbeiter und Angebote der Treberhilfe in Berlin wurden von der Ende 2011 gegründeten Neuen Treberhilfe gGmbH, einem Unternehmen des Evangelischen Diakonievereins Zehlendorf, übernommen.

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