Kirchlicher Dienst fordert solidarischere Gesellschaft

Kirchlicher Dienst fordert solidarischere Gesellschaft
Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) fordert von der evangelische Kirche, sich deutlicher zu wachsenden sozialen Problemen zu äußern. Weil prekäre Jobs zunähmen und sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffne, müsse die Kirche verstärkt für eine solidarischere Gesellschaft eintreten, sagte der KDA-Bundesvorsitzende Peter Janowski zum Abschluss der dreitägigen Bundestagung der Arbeitsgemeinschaft am Donnerstag in Ludwigshafen.

Er warb dafür, Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitnehmerverbände und andere gesellschaftliche Akteuren besser zu vernetzen. Es gebe keine einfache Lösung der vielfältigen Probleme in Wirtschaft und Umwelt. "Wir müssen unseren Kompass neu ausrichten auf einen Weg der Mitmenschlichkeit und der ökologischen Verträglichkeit", sagte Janowski.

Problematisch sei es für die bundesweit insgesamt rund 200 Mitarbeiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt, handlungsfähige Gesprächspartner bei Gewerkschaften und Arbeitgebern zu finden. Zwar werde die Stimme der Kirche in der Arbeitswelt besser gehört als noch vor einigen Jahren, sagte Janowski. Dennoch seien die Einflussmöglichkeiten der Kirche begrenzt. Unverzichtbar sei die seelsorgerliche Begleitung besonders von Arbeitslosen und Menschen in Niedriglohnjobs.

Der KDA ist eine Arbeitsgemeinschaft von landeskirchlichen Einrichtungen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er setzt sich im Dialog mit Akteuren in der Arbeitswelt, Politik und Kirche für eine gerechte, menschliche und nachhaltige Arbeits- und Wirtschaftsweise ein.

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