Nikolaus Schneider: "Ihr Wahlrecht ist ein kostbares Gut"

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider

Foto: Sandra Stein

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider

Nikolaus Schneider: "Ihr Wahlrecht ist ein kostbares Gut"
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, "die Demokratie zu ihrer Sache" zu machen und zur Bundestagswahl zu gehen. Schneider appellierte insbesondere an die noch unentschlossenen Wahlberechtigten: "Ihr Wahlrecht ist ein kostbares Gut. Viele Menschen auf dieser Welt kämpfen darum. Verschenken Sie Ihre Stimme nicht."

Der EKD-Ratsvorsitzende wandte sich gezielt auch an die knapp 20 Millionen evangelischen Christinnen und Christen unter den 61,8 Millionen Wahlberechtigten. Schneider verwies auf die Barmer Theologische Erklärung von 1934, die in ihrer fünften These an die "Verantwortung der Regierenden und Regierten" erinnert: "Nicht nur die Regierenden, sondern auch die Regierten tragen eine große Verantwortung füreinander und für das demokratische Gemeinwesen." Wer sich der Stimmabgabe verweigere, so Schneider, bewirke auch die Stärkung extremer Parteien.

Die Aufgaben, welche das Parlament in der nächsten Wahlperiode angehen müsse, seien groß, denn, so der Ratsvorsitzende weiter: "Immer noch bedroht die Finanzkrise die wirtschaftliche Erholung in Deutschland und den Zusammenhalt in Europa. In der Energiepolitik müssen Lösungen gefunden werden, die das erforderliche Umschwenken auf erneuerbare Energien auch sozialverträglich gestalten. In der Sozial- und Bildungspolitik wird es darum gehen, dass die Schere zwischen arm und reich in unserem Land sich nicht immer weiter öffnet. In der Friedenspolitik muss die internationale Verantwortung Deutschlands für die Krisenregionen dieser Welt wahrgenommen werden." Außerdem, so Schneider, müsse das wirtschaftlich starke Deutschland seinen Beitrag zur Entwicklung der armen Länder verstärken.

Für die anstehenden verantwortungsvollen Entscheidungen brauche der Bundestag, so der Ratsvorsitzende, ein "starkes Mandat" durch eine hohe Wahlbeteiligung. Der EKD-Ratsvorsitzende dankte abschließend den Männern und Frauen aller demokratischen Parteien, die durch ihre Kandidatur für den Deutschen Bundestag Verantwortung für unsere parlamentarische Demokratie übernehmen: "Sie sollen wissen, wir beten für Sie!"

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