Versicherung: Juni-Hochwasser kostete 13,4 Milliarden Euro

Versicherung: Juni-Hochwasser kostete 13,4 Milliarden Euro
Das Juni-Hochwasser in Deutschland und anderen europäischen Ländern hat nach Angaben der Rückversicherung Swiss Re volkswirtschaftliche Verluste von 18 Milliarden US-Dollar (13,4 Milliarden Euro) verursacht. Damit war die Flut die mit Abstand teuerste Katastrophe des ersten Halbjahres 2013, wie der Konzern mit Sitz in Zürich am Mittwoch berichtete.

Den zweitgrößten Schaden von vier Milliarden US-Dollar verursachten Überschwemmungen in Kanada, ebenfalls im Juni. Insgesamt fügten Natur- und menschenverursachte Katastrophen der Weltwirtschaft in den ersten sechs Monaten 2013 Verluste von 56 Milliarden US-Dollar zu.

"Dies ist weniger als die Verluste des ersten Halbjahres 2012 von 67 Milliarden Euro", berichtete die Swiss Re. Für die Versicherungen selbst war das Juni-Hochwasser in Europa die zweitteuerste Süßwasserflut aller Zeiten. Die Konzerne rechnen laut dem Bericht mit einer Beteiligung von rund vier Milliarden Dollar. Mehr Geld mussten die Versicherungen nur nach den verheerenden Monsun-Überschwemmungen in Thailand 2011 auf den Tisch legen.

Die letzte große Flut in Mitteleuropa im Jahr 2002 hatte die Versicherungen nach heutigen Preisen rund drei Milliarden US-Dollar gekostet. Der Swiss-Re-Chefökonom Kurt Karl warnte, dass die Schadensbilanz 2013 wegen der Hurrikansaison im Nordatlantikraum und anderer Gefahren noch deutlich steigen könne.

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