Berliner Nacht der Religionen

Berliner Nacht der Religionen
Die Lange Nacht der Religionen in Berlin will am Samstagabend erstmals ein glaubensübergreifendes Zeichen des Friedens setzen.

"An jedem der 102 teilnehmenden Glaubensorte wird zum Abschluss für Frieden gebetet, meditiert oder in einem Moment der Stille gedacht", kündigte Peter Amsler, Koordinator der Initiative am Donnerstag in Berlin an. Alle beteiligten Religions- und Glaubensgemeinschaften hätten sich zudem im Vorfeld schriftlich zur freiheitlichen, demokratischen Grundordnung bekannt.

102 Gemeinden öffnen ihre Türen

Mit 102 Gemeinden werden rund ein Drittel der Berliner religiösen Gemeinden am 17. August ab 18 Uhr ihre Türen öffnen und zu Präsentationen, Gebeten, Meditationen, Konzerten, Vorträgen und Diskussionen einladen. Die Scientology-Organisation sei kein Partner der Langen Nacht der Religionen, "auch wenn sie den Eindruck erwecken wollen", betonte Amsler.

Erstmals beteiligen sich in diesem Jahr auch Orte mit hoher religiöser Symbolkraft wie der Berliner Dom, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sowie jüdische Gotteshäuser. Nach Absprache der Veranstalter findet zeitgleich auch die Lange Nacht der Synagogen im Rahmen der jüdischen Kulturtage statt.

Die Lange Nacht soll im Roten Rathaus von Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) eröffnet werden. Schirmherr ist Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Schätzungen zufolge gibt es in Berlin rund 250 unterschiedliche Glaubensgemeinschaften. Die deutsche Hauptstadt gilt damit europaweit als Stadt mit der größten religiösen Vielfalt.
 

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