Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bald wieder ohne Gerüst

Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bald wieder ohne Gerüst
Nach zweieinhalb Jahren hinter Gerüsten wird der oberste Teil der frisch sanierten Turmruine der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche demnächst wieder zu sehen sein. Der Abbau des Gerüsts beginne am Montag, wie Bauleiter Raphael Abrell am Mittwoch in Berlin sagte.

Abgerüstet werden zunächst die obersten 20 Meter bis zum Säulenfries des alten Turmes. Damit werde der markant abgebrochene Turmhelm und die filigrane Architektur der Glockenstube des Berliner Wahrzeichens wieder sichtbar, sagte Gedächtniskirchen-Pfarrer Martin Germer.

Einige Wochen später sollen dann weitere 20 Meter des Gerüstes fallen. Dann seien auch die restaurierten und frisch vergoldeten Turmuhren sowie die beiden Nebentürme wieder von allen Seiten zu sehen, sagte Germer. Am 15. September soll der weitgehende Abschluss der seit 2012 laufenden Sanierungsarbeiten mit einem Festgottesdienst gefeiert werden. Dann wird auch wieder das Glockenspiel erklingen, das ebenfalls generalüberholt wurde.

Kosten der Sanierung im Rahmen

Die Sanierung der markanten West-Berliner Kriegsruine ist nach Aussage von Bauleiter Abrell ein "Potpourri aus Erhaltung und Erneuerung". So mussten zehn Mal mehr Tuffsteine ausgetauscht werden als angenommen. Nässe, Frost und Wind hatten ihnen so zugesetzt, dass sie gerissen oder porös waren. Mauervorsprünge und Abdeckungen wurden mit Blei- und Kupferblech verkleidet, die Elektroinstalllation wurde komplett erneuert, zum Teil wurde die Regenentwässerung umgestaltet. Die Beleuchtung der neu vergoldeten Turmuhr bekam sparsame LED-Lichter.  

Die im Frühjahr 2012 begonnenen Sanierungsarbeiten bewegen sich nach Angaben von Gemeindepfarrer Germer weiter im Kostenrahmen. Veranschlagt waren rund 4,2 Millionen Euro, um das Mauerwerk vor eindringender Nässe zu schützen und kaputte Steine auszubessern. Der 68 Meter hohe Alte Turm war letztmalig zwischen 1982 bis 1984 rundum instandgesetzt worden.

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