Asylbewerber wollen mit Hungerstreik Anerkennung erreichen

Asylbewerber wollen mit Hungerstreik Anerkennung erreichen
In München sind am Wochenende 95 Asylsuchende in den Hungerstreik getreten. In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle kritisieren sie die Art ihrer Unterbringung.

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Die Unterzeichner machen Kolonialismus und Ausbeutung für den Zustand ihrer Länder mitverantwortlich, aus denen sie geflohen sind. Deshalb sei die deutsche Regierung nicht in der Position, über die Fluchtgründe der Asylbewerber zu Gericht zu sitzen. Jeder Mensch habe das Recht auf ein Leben in Wohlstand und Sicherheit. Asylbewerber würden in Heimen isoliert, hätten keine Bewegungsfreiheit und müssten ständig mit Abschiebung rechnen. Mit dem Hungerstreik wollten sie ihre Anerkennung als Asylanten erreichen.

Wie die Polizei dem epd mitteilte, demonstrierten am Samstag insgesamt rund 350 Menschen in der Münchner Innenstadt für bessere Bedingungen für Asylsuchende. Die Demonstration sei friedlich verlaufen, hieß es weiter.