Homosexuellen-Verband lobt Hessen-nassauische Kirche

Homosexuellen-Verband lobt Hessen-nassauische Kirche
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) begrüßt die Entscheidung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare mit der Trauung weitgehend gleichzustellen. Am Samstag hatte die Synode der EKHN beschlossen, die Segnung als kirchliche Amtshandlung zu beurkunden.

Bereits seit elf Jahren können sich gleichgeschlechtliche Paare in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau segnen lassen, ähnlich wie in vielen anderen evangelischen Landeskirchen. Die Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) freut sich über den Mut der Synodenmitglieder, diese Segnung auch als Amtshandlung beurkunden zu lassen. "Sie machen damit deutlich, dass es keine Abstufung der Segensgottesdienste für Verheiratete und Verpartnerte gibt", heißt es von der HuK.

Der Schritt sei folgerichtig, weil "die Landeskirche die notwendige Brücke zwischen kirchlicher Tradition und gesellschaftlicher Realität schlägt", sagte HuK-Sprecher Markus Gutfleisch. Der Beschluss der EKHN sei ein Meilenstein für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und TransMenschen in den christlichen Kirchen.

"Ausgrenzung und Sonderparagrafen sind nicht christlich", so Gutfleisch weiter. "Wir werden die Kirchen weiter kritisch begleiten und uns für die komplette Gleichstellung einsetzen, weil wir überzeugt sind, dass es ihnen gut tut, wenn sie sich öffnen." Der Beschluss werde Auswirkungen auf andere evangelische Kirchen haben. Auch die theologische Debatte über die weitere Angleichung der Partnerschaftssegnung an die Trauung werde durch die Entscheidung aus Hessen-Nassau einen kräftigen Impuls erhalten.
 

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