Pflegerat fordert grundlegende Reform beim "Pflege-TÜV"

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Foto: epd/Werner Krüper

Pflegerat fordert grundlegende Reform beim "Pflege-TÜV"
Der Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, fordert eine grundlegende Neuausrichtung der Qualitäts-Überprüfungen in den Pflegeheimen. "Das ganze System ist eine Fehlsteuerung", sagte Westerfellhaus der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe).

Ziel müsste es sein, den Grad der Pflegebedürftigkeit zu verbessern, also etwa einen Pflegebedürftigen der Pflegestufe II so weit zu bringen, dass er nur noch die Pflegestufe I brauche, oder von der Pflegestufe I ganz aus der Einstufung komme.

"Das wird längst nicht immer funktionieren, aber entsprechende Anreize dafür sind gegenwärtig überhaupt nicht vorgesehen", sagte Westerfellhaus. "Künftig muss die Verbesserung belohnt werden und nicht das Verwahren", so der Verbandschef.

Darüber hinaus müsse man bei den Prüfkriterien differenzieren: "Was an oberster Stelle stehen muss, ist eine qualifizierte, hochwertige pflegerische Versorgung. Faktoren wie die tägliche Dokumentation oder der tägliche Speiseplan sind sicher auch wichtige Rahmenbedingungen. Aber hier fehlt schlicht die Gewichtung", erklärte Westerfellhaus.

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