Zwei Kandidaten wollen reformierter Kirchenpräsident werden

Zwei Kandidaten wollen reformierter Kirchenpräsident werden
Für das Präsidentenamt der Evangelisch-reformierten Kirche gibt es zwei Bewerber. Das kirchenleitende Moderamen schlägt für den Leitungsposten die Oberkirchenräte Martin Heimbucher aus Hannover und Werner Weinholt aus Berlin vor, wie die Landeskirche am Mittwoch in Leer mitteilte.

Der Nachfolger von Kirchenpräsident Jann Schmidt soll am 21. Juni bei einer Sondersitzung der Gesamtsynode in Emden gewählt werden. Schmidt tritt im Oktober in den Ruhestand.

Martin Heimbucher ist seit 2007 Theologischer Referent der Union Evangelischer Kirchen im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover. Zuvor war er sieben Jahre lang Pastor der Evangelisch-reformierten Gemeinde in Eddigehausen bei Göttingen. Der 57-jährige promovierte Theologe ist in Kassel aufgewachsen. Er studierte in Göttingen und Mainz und absolvierte sein Vikariat in der Lippischen Landeskirche, wo er auch als Gemeindepastor tätig war. 

Werner Weinholt leitet bei der Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr mit Sitz in Berlin das Büro von Militärbischof Martin Dutzmann. Der 43-jährige promovierte Theologe war in der Lippischen Landeskirche vier Jahre lang als Gemeindepastor in Bösingfeld bei Detmold tätig, anschließend Superintendent des Kirchenkreises Bösingfeld. Seit 2008 ist er für die Evangelische Militärseelsorge tätig und engagiert sich besonders in der seelsorgerlichen Begleitung von Soldaten, die aus dem Auslandseinsatz zurückkehren.

Zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer gehören rund 185.000 Mitglieder in 146 Gemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allgäu. Die neu gewählte Synode kommt den Angaben zufolge am 22. und 23. Mai zur konstituierenden Sitzung zusammen. Bis zum 23. Mai können die Synodalen weitere Kandidaten vorschlagen. Nach der reformierten Kirchenverfassung muss der Kirchenpräsident zwingend mit dem 65. Geburtstag in den Ruhestand treten.
 

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