Neue UN-Beauftragte fordert Ende der Gewalt gegen Kinder in Syrien

Neue UN-Beauftragte fordert Ende der Gewalt gegen Kinder in Syrien
Die neue UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Leila Zerrougui, hat ein sofortiges Ende der Gewalt gegen Minderjährige in Syrien gefordert.

Kinder würden durch das Regime von Baschar al-AAssad gezielt gefangen gehalten, gefoltert und hingerichtet, erklärte die algerische Juristin am Dienstag in Genf. Der bewaffneten Opposition warf Zerrougui vor, Kinder als Soldaten zu rekrutieren. Dies sei ein Kriegsverbrechen.

Die UN-Beauftragte erklärte, der Bürgerkrieg in Syrien gehöre zu ihren Topprioritäten. Zerrougui übernahm vor vier Tagen das Amt von Radhika Coomaraswamy aus Sri Lanka. Die Sonderbeauftragte wird vom UN-Generalsekretär ernannt und berichtet dem UN-Menschenrechtsrat über die Lage von Kindern in bewaffneten Konflikten.

Juristische Aufarbeitung der Kriegsverbrechen

Zerrougui verlangte auch eine strafrechtliche Ahndung der Gewalt gegen Kinder in Syrien. Alle Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die ehemalige Richterin plädierte für eine juristische Aufarbeitung der Bürgerkriegsverbrechen in Syrien. Gerechtigkeit und Versöhnung würden am besten durch nationale Institutionen erreicht.

Syriens diktatorisch herrschender Präsident Baschar al-Assad versucht seit März 2011 einen Volksaufstand mit Waffengewalt zu ersticken. Dabei kamen nach UN-Schätzungen bis zu 20.000 Menschen ums Leben.
 

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