Bundeskanzlerin: Rassismus hat keinen Platz in Deutschland

Bundeskanzlerin: Rassismus hat keinen Platz in Deutschland
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erneut eine restlose Aufklärung der Taten der rechtsextremen Terrorgruppe NSU und ihrer Hintergründe gefordert. Dafür müsse alles getan werden, sagte Merkel beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge am Mittwoch in Nürnberg.

"Gewalt, Hass und Rassismus haben keinen Platz in diesem Land, das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig", sagte die Kanzlerin. Der Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe beginnt am 17. April vor dem Münchner Oberlandesgericht.Merkel unterstrich die Bedeutung der Bundesrepublik als "Integrationsland". In der Verschiedenheit der Bevölkerung und im stärkeren Zusammenhalt sehe sie Chancen. Jeder, der sich mit seinem kulturellen Hintergrund einbringe, sei ein "Gewinn für unser Land". Heute leben in Deutschland ihren Angaben zufolge 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erinnerte an die Zeiten des großen Flüchtlingsandrangs aus Osteuropa, vor allem dem früheren Jugoslawien, der zu Beginn der 1990er Jahre das Bundesamt vor besondere Aufgaben und "waschkörbeweise Asylanträge" gestellt hatte. Seit Bestehen des Bundesamtes hätten 3,4 Millionen Menschen einen Asylantrag in der Bundesrepublik gestellt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurde 1953 in Nürnberg gegründet und hatte damals 40 Beschäftigte. Heute ist es eine Behörde mit 2.000 Mitarbeitern. Sie prüfen nicht nur Asylanträge, sondern sind auch für Integrationskurse, Einbürgerungstests oder humanitäre Aktionen verantwortlich.

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