DuMont Digitale Redaktion stellt Insolvenzantrag

DuMont Digitale Redaktion stellt Insolvenzantrag
Die Digitaltochter der "Berliner Zeitung" und des ehemaligen Verlags der "Frankfurter Rundschau" (FR) ist zahlungsunfähig.

Die in Frankfurt ansässige DuMont Digitale Redaktion GmbH habe am Dienstag Insolvenz angemeldet, sagte eine Sprecherin des Kölner Verlags M. DuMont Schauberg dem epd. Die Redaktion hatte bisher die Internet-Auftritte und die Apps der beiden Zeitungen gestaltet. Von der Insolvenz sind 23 Mitarbeiter betroffen.

Hauptgesellschafter der Firma sind der Berliner Verlag und das insolvente Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main, das bis Ende Februar die FR herausgegeben hatte. Beide gehören mehrheitlich zum DuMont-Konzern. Die Markenrechte und die Abodatei der FR wurden zum 1. März vom Verlag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" übernommen, die FR erscheint seitdem in einer neuen GmbH weiter.

Als bisheriger Herausgeber der FR habe das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main etwa zwei Drittel der Leistungen der Digitalen Redaktion abgenommen, teilte der DuMont-Verlag mit. Ab dem 1. Juni werde die in neuer Trägerschaft befindliche FR keine Leistungen von der Digitalen Redaktion mehr beziehen. Aufgrund dieses Wegfalls sehe die Geschäftsführung der Redaktion keine Perspektive für die Fortführung des Unternehmens.

Die Geschäftsführung bedauere, dass der Insolvenzantrag unvermeidbar gewesen sei, hieß es. Ihr sei bewusst, wie bitter dieser Schritt für die Mitarbeiter des Unternehmens sei, die mit großem Engagement hervorragende Leistungen erbracht hätten. Die App der FR hatte mehrere Auszeichnungen erhalten. Der Online-Auftritt und die App für die Berliner Zeitung würden "selbstverständlich fortgeführt". Derzeit werde geprüft, "in welcher Konstellation" dies geschehen solle.

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