Bistumszeitung ruft Presserat wegen "taz"-Beitrag zum Papst an

Bistumszeitung ruft Presserat wegen "taz"-Beitrag zum Papst an
Die Speyerer Bistumszeitung "Der Pilger" hat sich wegen eines Beitrags der Berliner "tageszeitung" (taz) über Papst Franziskus beim Deutschen Presserat beschwert.

Der Artikel "Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab" vom 15. März sei ein "ungeheuerliches Pamphlet", schreibt die Kirchenzeitung in ihrer kommenden Ausgabe (7. April). Die taz habe in ihrer Printausgabe in einem Aufmacher auf Seite eins Papst Franziskus als "reaktionären alten Sack" beschimpft und Christen, insbesondere Katholiken, verächtlich gemacht.

Der Autor Deniz Yücel nenne die katholische Lehre "esoterischen Klimbim", und die katholische Soziallehre werde als "Schwäche für die Schwachen" bezeichnet. Dies sei eine "faschistoide Wortwahl", so die "Pilger"-Redaktion. Chefredakteur Norbert Rönn sagte, die öffentliche Herabsetzung und Beleidigung des Papstes grenze an den Tatbestand der Volksverhetzung.

Der Presserat ist das Selbstkontrollorgan der deutschen Presse. Bei Verstößen kann das Gremium je nach Schwere einen Hinweis, eine Missbilligung oder eine Rüge aussprechen.
 

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