Mindestens 13 Tote nach Brand in muslimischer Schule in Birma

Mindestens 13 Tote nach Brand in muslimischer Schule in Birma
Bei einem Brand in einer muslimischen Religionsschule in Birma sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Kinder.

Das Feuer brach laut Medienberichten in den frühen Morgenstunden aus. In dem Gebäude im Zentrum der ehemaligen Hauptstadt Rangun schliefen zu dem Zeitpunkt mehr als 70 Kinder und deren Betreuer. Die Polizei erklärte, der Brand sei vermutlich durch einen Kurzschluss ausgelöst worden. Muslimische Anwohner gaben sich mit der Erklärung nicht zufrieden und forderten weitere Ermittlungen.

Aufgrund religiöser Unruhen ist die Stimmung in dem südostasiatischen Land ohnehin angespannt. Erst vor kurzem gab es in der Stadt Meikhtila in Zentralbirma gewaltsame Ausschreitungen zwischen Buddhisten und Muslimen. Augenzeugen zufolge zogen bewaffnete Mobs, darunter buddhistische Mönche, durch die Straßen. Dutzende Menschen wurden getötet, ganze Stadtviertel und mehrere Moscheen gingen in Flammen auf. Auch aus anderen Gegenden wurden gewaltsame Übergriffe auf muslimische Einrichtungen gemeldet. 

Kritiker erklärten, die Unruhen würden bewusst geschürt. Berichten zufolge wurden im Zuge einer von radikalen buddhistischen Mönchen angeführten Kampagne schon seit Monaten Flugblätter mit anti-muslimischer Hetze im Land verteilt. Der Staat habe versagt, die Betroffenen zu schützen und trage eine Mitschuld an der Eskalation.

Birma, das offiziell Myanmar heißt, stand jahrzehntelang unter Militärherrschaft. Seit März 2011 hat das Land eine quasi-zivile Regierung, die überwiegend aus Ex-Militärs besteht. Präsident Thein Sein, selbst ein ehemaliger General, drohte damit, weitere Unruhen notfalls mit staatlicher Gewalt zu unterbinden. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten, die Muslime machen etwa vier Prozent aus.