Union drängt auf schnelle Einigung bei Regelungen zu Managergehältern

Union drängt auf schnelle Einigung bei Regelungen zu Managergehältern
Die CDU/CSU-Fraktion drängt auf eine schnelle Einigung zur Einführung von Regeln zur Begrenzung von Managergehältern. "Wir hoffen auf eine Entscheidung noch vor der Sommerpause", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Grosse-Brömer (CDU) am Dienstag in Berlin.

Zur Zeit werde eine entsprechende Änderung des Aktienrechts im Rechtsausschuss geprüft. Demnach sollen die Aktionäre künftig mitentscheiden können, welche Vergütung Top-Manager bekommen.

Grosse-Brömer hofft auf eine breite Mehrheit innerhalb der Koalition. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle hatte sich bereits positiv geäußert. Es könne nicht sein, dass die Gewerkschaftsfunktionäre oder die Betriebsräte mit den Managern in den Aufsichtsräten dies miteinander aushandelten, sagte Brüderle. Die Eigentümer müssten entscheiden, was ihre leitenden Angestellten an Vergütung bekommen.

Der Vorschlag geht auf eine Schweizer Initiative zur Kontrolle von Managergehältern zurück. Die Eidgenossen hatten sich in einem Referendum mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass Aktionäre von börsennotierten Firmen die Vergütungen für das Topmanagement genehmigen müssen. Stimmt der Rechtsausschuss zu, könnte die Gesetzesnovelle bereits im April im Bundestag behandelt und bis spätestens Juni verabschiedet werden.

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